Wasser, Palmen und Ausstellung

Nach etwas längerer Blog-Absenz heute wieder einmal ein Beitrag, zum bereits im Dezember angekündigten Thema Wasser.
Bisher habe ich mich damit kaum befasst, wahrscheinlich weil mir die Vielfalt und auch Spannung von Wasser kaum bewußt war, erst im Zuge der Ausstellungsvorbereitungen habe ich mich ernsthaft zeichnerisch und malerisch damit auseinandergesetzt.

Dabei bin ich draufgekommen, daß mir das Malen von wildem Wasser unheimlich beim Abbau von alten Emotionen hilft – als Person von guter Erinnerung (leider, ist oft durchaus lästig…) kaue ich immer noch auf einer groben Zurücksetzung aus dem vergangenen Frühsommer herum, bei der ich mich sehr ungerecht behandelt gefühlt habe, ungeachtet dessen, daß eigentlich alle Fakten dafür sprechen daß die Gesamtsituation für mich gut ist.

Ab einem gewissen Punkt ist das dann für mich leider völlig irrelevant – Ungerechtigkeit bringt mich, solange ich mich erinnern kann, auf die sprichwörtliche Palme… und beim Beginn der Beschäftigung mit wildem Wasser bin ich erst draufgekommen, daß ich mich eigentlich seit Juni des Vorjahres unterbewußt auf dieser selbigen blöden Palme herumtreibe – was durchaus unbequem und auch nicht gerade schlaf- und konzentrationsfördernd ist, wie sicherlich jeder weiß, der seit Monaten auf einer Palme wohnt 🙂

Außer mit Kokosnüssen auf vorbeigehende Menschen werfen und herumgrübeln gibt es hier oben nicht viel zu tun. Und mit dem Zielwurf hab ich es nicht so, ist also auch nicht befreiend. Also wirklich Zeit, herunterzukommen, die Zehen in den warmen Sand zu stecken und sich die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen!

Und – es funktioniert. Zwischenzeitlich bin ich an manchen Tagen schon so weit daß ich mit den Zehenspitzen den Boden erreichen kann – wobei ich fürchte, daß mich das Thema des wilden Wassers über die Märzausstellung hinaus noch ein paar weitere Monate beschäftigen wird… aber zwischenzeitlich kann ich zumindest wieder schlafen.

Hier ein frühes Stadium meiner „Welle“:
welle_untermalung-2
„Welle“ mit Untermalung von Licht und Schatten (weiße Eitempera und schwarze Tusche auf mit Gesso u. Umbra grundierter Hartfaserplatte, 60x80cm)

Die fertige Version in Farbe gibt’s dann in der Alten Schieberkammer von 29.03. – 02.04.2017 zu sehen, aber davon in Kürze mehr.

 

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Ein Gedanke zu „Wasser, Palmen und Ausstellung

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