Sagen-Szene in Farbe

Letzter Schritt – aus der Tonwertstudie A4 und der konturierten Reinzeichnung A3 ist ein A3-Bild in Farbe geworden.

Das letzte Juniwochenende hat für mich nicht nur den Abschluß meiner Illustrationsausbildung bei Illuskills markiert sondern auch den Aufbruch in die Vorbereitungen für meine erste Einzelausstellung im Oktober 2019 (Termin blockieren – Eröffnung ist am 01.10. um 19:00, Finissage am 15.10.; weitere Details folgen).

Die Vorbereitungen zum untenstehenden Bild haben mir gezeigt, daß man mit Acrylfarbe viel interessantere Dinge machen kann als ich bisher geglaubt habe – nämlich wie mit Aquarellfarbe malen, nur mit dem Vorteil daß es nicht trüb wird bei vielen Schichten. Spannende Sache, hätte ich nicht für möglich gehalten aber man lernt ja nie aus 🙂 und das ganze auf Papier mit leichter Prägung (cold pressed) was sich für die Details als deutlich nachteilig erwiesen hat, aber dafür probiert man ja Dinge aus.

Natürlich habe ich schon die nächsten Ideen im Kopf – von Graphic Novels bis zur Fortsetzung meiner bereits begonnenen Serien, es bleibt also spannend.

Die Sache mit den Graphic Novels hat aber ein bißchen Zeit, weil jetzt momentan kann ich meine beiden trachtigen Sagenfiguren nicht mehr sehen – immerhin beschäftigen sie mich seit Oktober letzten Jahres, jetzt schicke ich sie mal auf Sommerfrische 🙂

Acryl auf Papier, 30x40cm (2019)

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Lava-Landschaft

Wieder Science-Fiction oder doch zumindest Vulkan-Inferno.

Auch ein Materialexperiment, nämlich eine stoffbespannte Alu-Dibond-Platte als Malgrund. Normalerweise mag ich ja Stoff bzw. Untergründe mit Stoffstruktur nicht so gerne, nachdem dieser aber sehr fein und außerdem sehr straff aufgespannt ist, war es ganz okay.
Dieser Untergrund ist allerdings beim Fotografieren ziemlich schwierig, es spiegelt und die Struktur macht Flecken in den Flächen die eigentlich nicht da sind. Leider geht bei dem Format kein Scannen mehr (28x49cm), werde das bei Gelegenheit bei einem Teil des Bildes probieren.

Lava-Landschaft

Öl auf Alu-Dibond-Platte, 28x49cm (2017)

Mein Favoriten – Skizzen zur Holzmeisterkirche am Puchsbaumplatz

Als nächsten Schritt bin ich dabei, meine nach Ort, Sehenswürdigkeit, Thema etc. sortierten Fotos, Skizzen und Eindrücke weiterzuverarbeiten – heute vier Skizzen bzw. Tonwertstudien als Thumbnails je ca. 4×5,5cm (gesamtgröße Postkarte bzw. A6) um rasch mehrere Bildlösungen auszuprobieren.

Das geht mit Aquarellfarbe auf 80g Druckerpapier erstaunlich gut und auch rasch; daß sich das Papier ein bißchen wellt ist mir hier auch nicht wichtig.

Tonwertstudien bzw. Thumbnails Holzmeisterkirche Wien Favoriten

Aquarellfarbe auf Papier, 10x15cm (2019)

Katholische Filialkirche zur Heiligen Familie, Puchsbaumplatz 9, 1100 Wien. Gebaut 1965-1966 nach Plänen von Clemens Holzmeister.

Ich finde die Kirche mit ihrem hohen Turm recht eindrucksvoll, leider ist die Positionierung am Platz ein bißchen ungünstig wenn man die ganze Fassade sehen möchte – da will ich noch ein bißchen probieren, auch wenn ich die Eckansicht bereits interessant finde.

Das im inneren befindliche Altarmosaik von Carl Unger, auf das die Liste der denkmalgeschützten Gebäude extra hinweist, habe ich bisher leider noch nicht gesehen.

Mein Favoriten – Ankerbrotfabrik in schwarz/weiss

Den vergangenen Mittwoch – Tag des Malens – habe ich mit einer schwarz/weiss-Fassung einer meiner Zeichnungen für mein zwischenzeitlich zurückgestelltes Projekt „Mein Favoriten“ über meinen Wiener Wohnbezirk verbracht.

Die vor Ort angefertigte Originalzeichnung (hier der Originalbeitrag, quasi ein Jahr her…) die Thumbnails mit verschiedenen Hell/Dunkel-Werten, die A5-Tonwertstudie und das Endergebnis (Gouache auf Hartfaserplatte 40x50cm) seht Ihr hier:

Meine Aufgabenstellung an mich selbst lautete, nur 5 Tonwerte zu verwenden – 0%, 30%, 60%, 90% und ganz extrem wenig 100% (wer findet die drei winzigen komplett schwarzen Elemente?) und alles so weit wie irgend möglich zu vereinfachen und in Flächen zu verwandeln; auch die Komposition zu verbessern.

Für mich als extrem detailversessene Person eine riesige Herausforderung – und zugleich auch so interessant daß es mich auf neue Ideen gebracht hat 🙂

Entwurf Szene – Tonwertstudie (s/w)

Nächster Schritt – aus dem Thumbnail 4x6cm in weiss, mittelgrau, dunkelgrau (Himmel weiss, Charaktere mittelgrau und Felsen+Grund dunkelgrau) und der konturierten Reinzeichnung ist ein A4-Entwurf in schwarz/weiss bzw. einer Abstufung von Tonwerten geworden.

Die Herausforderung bestand darin, daß alle Tonwerte (von 0% bis 100%) auch tatsächlich vorkommen – meistens sind meine Bilder zu kontrastarm bzw. zu hell und damit relativ langweilig – heute habe ich es für meine Begriffe schon fast übertrieben mit den Dunkelheiten, einmal etwas völlig anderes. Ein paar Feinheiten sind durch den Scan verlorengegangen, aber nichts wirklich wichtiges.

Gemalt mit schwarzer Aquarellfarbe auf heißgepresstem (= glattem) Aquarellpapier. Ich glaube ich werde nie wieder welches mit Prägung mögen… sooo angenehm auf dem glatten Papier zu malen; das hab ich eigentlich bisher nur für die botanischen Illustrationen verwendet, offensichtlich ein Fehler 🙂

Teufel und Schmied im Gespräch; links im Mittelgrund eine dunkle Felswand, rechts in der Ferne Stift Admont

Aquarell auf Papier, 20x30cm (2019)

Entwurf Szene – mit Tuschekonturen

Hier meine Sagen-Gesprächsszene mit Tuschekonturen – Tusche und Feder waren der Plan, nachdem die Tusche auf dem (von einem namhaften Hersteller und ausdrücklich als Federzeichenblock ausgewiesenem!) Zeichenkarton leider ausgefranst ist, was man nur ein bißchen an den Beinen des Schmieds sieht, habe ich zu meinen Copic Multilinern gegriffen und mit diesen fertiggezeichnet.
Hat auch gepaßt, Feder und Tusche ist halt variabler in der Strichdicke als die fix eingestellten Strichbreiten – und mit dem Pinselstift bin ich noch nicht sooo gut befreundet.

Die Bewegungen sind noch nicht flüssig, allerdings schon besser – und mal sehen was noch kommt 🙂

Sagen-Szene Teufel spricht mit Schmied

Tusche und Copic Multiliner auf Karton, 30x42cm (2019)

Die letzten Tage bin ich dabei, digitale Werkzeuge (ausgeborgtes Wacom-Tablet mit Stift und Bildbearbeitungsprogramm) auszutesten – die erste digitale Skizze werde ich Euch definitiv vorenthalten, aber sie ist gezeichnet!

Die Rechnerbedienung mit Stift ist zwar gewöhnungsbedürftig, und neue Software anstrengend – aber gleichzeitig spannend.
Und nachdem ich mich heute den ganzen Tag mit einer neuen Version einer lange nicht benutzten Ausschreibungssoftware ohne Tutorial (siegreich!) herumgeschlagen habe kann ich auch bestätigen daß das wesentlich angenehmer und intuitiver als AVA-Programme für Bauausschreibungen ist…!

Methodenspielerei

Heute zur Abwechslung eine Methodenspielerei – mit einer neuen Methode mich zu organisieren (Bullet Journal nach Ryder Carroll) und einer neuen Methode Ideen zu visualisieren (Collage).
Nachdem ich in zwei verschiedenen Medien von der Mode-Methode Bullet Journal gelesen hatte (Die Presse vom 02.09.2018, aus der ich den Zeitungsartikel ausgeschnitten habe und in einer Kolumne Die Zeit, Serie „Das machen jetzt alle“, vom 17.10.2018) war mein Interesse geweckt – nicht nur der Unterton von Francesco Giammarco in der Zeit-Kolumne, in der jeder dieser Serienartikel mit „Nicht jeder Trend ist bescheuert“ beginnt, sondern auch die Methode selbst: einfach, übersichtlich, auf das für einen selbst wichtige fokussiert und vor allem analog – für mich, die ich zeitweise in Notizzetteln und todo-Listen ertrinke und nicht alles im Kalender etc. digital unterbringe, sehr wichtig.
Ich habe immer noch 5 weitere elektronische todo-Listen in Excel- und One-Note-Dateien und eine geteilte elektronische Einkaufsliste für Lebensmittel (die das Leben tatsächlich vereinfacht, auch wenn ich mich länger gegen die Idee gesträubt hatte – danke Tom!), alle bis auf die letztere werden aber wahrscheinlich künftig kürzer werden.

Nachdem ich das System seit Anfang Februar anwende und sehe, daß ich ruhiger, konzentrierter und auf das Wichtige zentrierter arbeite, mehr zeichne und (meistens) auch besser schlafe war es Zeit, den Zeitungsartikel wegzuwerfen – und nachdem ich das irgendwie nicht wollte (wahrscheinlich macht er mich glücklich, um einen weiteren nicht bescheuerten Trend zu zitieren 🙂 ), etwas anderes damit anzustellen… mit Papier, Copic Multilliner, weißer Acrylfarbe und Kleber schnell erledigt – hat Spaß gemacht, zur Abwechslung etwas völlig ziel- und abwichtsloses zu tun 🙂

Nächste Woche mehr aus meinem Illustrationsprojekt.

Mixed Media, 20x30cm (2019)

 

Skizzen – Storyboarding

Heute ein Ausschnitt aus einem Storyboard zu dem Text, den ich für meine Illustrationen gewählt habe – eine steirische Sage namens „Der Stiftsteufel von Admont“ der Ausschnitt unten ist kurz vor der entscheidenden Szene, in der sich der Schmied und der Teufel handelseins werden.

Das Thema Storyboarding interessiert mich eh schon seit längerem (habe mich bereits 2016 in der Zeichenfabrik damit beschäftigt) und nachdem ich heuer eventuell ein Musikvideo zeichnen werde umso mehr – weiteres folgt demnächst 🙂

Bin auch noch nicht sicher, wie und vor allem wann ich mein im vergangenen Jahr ein wenig eingeschlafenes Projekt „Mein Favoriten“ wieder wachküssen kann – habe in der Zwischenzeit so viele neue Ideen die ich gerne umsetzen möchte. Mal sehen!

Bleistift auf Papier, 20x25cm (2019)

Monsieur Tommy

…oder was herauskommt wenn MalerInnen lange gemeinsam feiern.

Nachdem wir im Herbst zuerst seeehr lange den Geburtstag einer Kollegin gefeiert haben, haben wir zu früher Stunde Tommy im coolen Sessel als Malmotiv fotografisch festgehalten damit dann die ganze Gruppe, jeder auf seine Art, sich damit auseinandersetzt. Weiterlesen

Portfolio und Projekt „Mein Favoriten“

Nachdem ich momentan noch zur physischen Untätigkeit verurteilt bin (habe noch bis Mitte März meinen Superschuh zur Ruhigstellung meines gebrochenen Fußes) nutze ich die Zeit um mein Online-Portfolio, meine Arbeitsmaterialien und meine Bücher aufzuräumen bzw. Hintergrundarbeiten für mein Malprojekt über Wien-Favoriten zu erledigen. Weiterlesen