Methodenspielerei

Heute zur Abwechslung eine Methodenspielerei – mit einer neuen Methode mich zu organisieren (Bullet Journal nach Ryder Carroll) und einer neuen Methode Ideen zu visualisieren (Collage).
Nachdem ich in zwei verschiedenen Medien von der Mode-Methode Bullet Journal gelesen hatte (Die Presse vom 02.09.2018, aus der ich den Zeitungsartikel ausgeschnitten habe und in einer Kolumne Die Zeit, Serie „Das machen jetzt alle“, vom 17.10.2018) war mein Interesse geweckt – nicht nur der Unterton von Francesco Giammarco in der Zeit-Kolumne, in der jeder dieser Serienartikel mit „Nicht jeder Trend ist bescheuert“ beginnt, sondern auch die Methode selbst: einfach, übersichtlich, auf das für einen selbst wichtige fokussiert und vor allem analog – für mich, die ich zeitweise in Notizzetteln und todo-Listen ertrinke und nicht alles im Kalender etc. digital unterbringe, sehr wichtig.
Ich habe immer noch 5 weitere elektronische todo-Listen in Excel- und One-Note-Dateien und eine geteilte elektronische Einkaufsliste für Lebensmittel (die das Leben tatsächlich vereinfacht, auch wenn ich mich länger gegen die Idee gesträubt hatte – danke Tom!), alle bis auf die letztere werden aber wahrscheinlich künftig kürzer werden.

Nachdem ich das System seit Anfang Februar anwende und sehe, daß ich ruhiger, konzentrierter und auf das Wichtige zentrierter arbeite, mehr zeichne und (meistens) auch besser schlafe war es Zeit, den Zeitungsartikel wegzuwerfen – und nachdem ich das irgendwie nicht wollte (wahrscheinlich macht er mich glücklich, um einen weiteren nicht bescheuerten Trend zu zitieren 🙂 ), etwas anderes damit anzustellen… mit Papier, Copic Multilliner, weißer Acrylfarbe und Kleber schnell erledigt – hat Spaß gemacht, zur Abwechslung etwas völlig ziel- und abwichtsloses zu tun 🙂

Nächste Woche mehr aus meinem Illustrationsprojekt.

Mixed Media, 20x30cm (2019)

 

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Skizzen – Storyboarding

Heute ein Ausschnitt aus einem Storyboard zu dem Text, den ich für meine Illustrationen gewählt habe – eine steirische Sage namens „Der Stiftsteufel von Admont“ der Ausschnitt unten ist kurz vor der entscheidenden Szene, in der sich der Schmied und der Teufel handelseins werden.

Das Thema Storyboarding interessiert mich eh schon seit längerem (habe mich bereits 2016 in der Zeichenfabrik damit beschäftigt) und nachdem ich heuer eventuell ein Musikvideo zeichnen werde umso mehr – weiteres folgt demnächst 🙂

Bin auch noch nicht sicher, wie und vor allem wann ich mein im vergangenen Jahr ein wenig eingeschlafenes Projekt „Mein Favoriten“ wieder wachküssen kann – habe in der Zwischenzeit so viele neue Ideen die ich gerne umsetzen möchte. Mal sehen!

Bleistift auf Papier, 20x25cm (2019)

Monsieur Tommy

…oder was herauskommt wenn MalerInnen lange gemeinsam feiern.

Nachdem wir im Herbst zuerst seeehr lange den Geburtstag einer Kollegin gefeiert haben, haben wir zu früher Stunde Tommy im coolen Sessel als Malmotiv fotografisch festgehalten damit dann die ganze Gruppe, jeder auf seine Art, sich damit auseinandersetzt. Weiterlesen

Portfolio und Projekt „Mein Favoriten“

Nachdem ich momentan noch zur physischen Untätigkeit verurteilt bin (habe noch bis Mitte März meinen Superschuh zur Ruhigstellung meines gebrochenen Fußes) nutze ich die Zeit um mein Online-Portfolio, meine Arbeitsmaterialien und meine Bücher aufzuräumen bzw. Hintergrundarbeiten für mein Malprojekt über Wien-Favoriten zu erledigen. Weiterlesen

Mein Favoriten / Mal- bzw. Spachtelexperiment

Derzeit bin ich nicht in der Lage am Wochenende im Freien zu malen, es ist mir dazu einfach zu kalt. Um nicht untätig zu sein und in meinem Projekt weiterzukommen, habe ich am Freitag anhand eines Referenzfotos experimentiert, und zwar ohne Pinsel, ausschließlich mit Spachtel und Malmesser zu arbeiten – das wollte ich schon lang probieren!  Weiterlesen

Wellen und Mischtechnik

Im Februar habe ich über meine Motivation, Wasser und Wellen zu malen, geschrieben (siehe hier) und die Untermalung meiner Wellen gepostet – heute folgt das Endergebnis bzw. das fertiggestellte Bild. Weiterlesen

Hüte – Technik und Malprozess

Nach Ende und Abbau unserer Wasser-Ausstellung heute wieder ein regulärer Beitrag über meine Arbeiten, ein Bild aus dem Oktober 2016.

Nachdem ich schon öfter wegen der verwendeten Materialien angesprochen wurde, weshalb ich in Ölbildern auch Untermalungen mit Tempera und manchmal Tusche verwende („ist das nicht furchtbar kompliziert?“) hier eine Beschreibung des Malprozesses am Beispiel Weiterlesen

Ausstellung „Wasser“, Alte Schieberkammer, 29.03.-02.04.2017

Hier die Einladung zur schon länger angekündigten Ausstellung, wir freuen uns auf Euch!

Ausstellungsdauer: Mittwoch 29.03. bis Sonntag 02.04.2017, 16:00-19:00
An allen 5 Abenden sind wir von 16:00 – 19:00 in der Ausstellung und für Fragen und Gespräche vorhanden 🙂

Am ersten Abend kommen wir ab 16:00 mit Brot, Wein & Wasser zusammen, am Sonntag gibt es zum Abschluß eine Lesung mit Texten von Monika Oppenauer.

Es werden Bilder von Irene Dlabaja und Karina Bunt und Keramiken von Corinne Ehmig zu sehen sein.

Ort: Alte Schieberkammer, Meiselstraße 20 (U3 Johnstraße, unterer Ausgang Richtung Sturzgasse; dann oben gegen die Ausstiegsrichtung zurück die Johnstraße überqueren, dann kurz geradeaus und links über die Brücke in die Schieberkammer)

Der Planausschnitt ist aus dem Stadplan der Wien-Webseite, erstens weil die Öffentlichen Verkehrsmittel dort richtig eingezeichnet sind (U3, Straßenbahnlinie 49, Bus 10A und 12A) sondern auch weil Google Maps die Adresse falsch einzeichnet bzw. anzeigt (mitten auf der Johnstraße statt am Platz…)

Die Alte Schieberkammer ist eine Sehenswürdigkeit für sich, hier gibt es Info dazu.

schieberkammer-2017-1

 

 

Materialexperimente – Druck – Monotypie I

Hier ein anderes Druckexperiment aus dem Frühjahr 2016, nämlich eine Art der Monotypie.
Dafür habe ich eine Vorzeichnung für ein Bild meiner Lieblingsstiefel benutzt, an dem ich gerade parallel gearbeitet hatte.
Das aus der Vorzeichnung entstandene Bild meiner Stiefel folgt später 🙂

Ich habe die gleiche Druckvorrichtung benutzt wie bei den Papp- und Folienschablonen, nämlich eine alte Glasplatte, an der ich mit wasserfestem Marker und Malerkrepp hauptsächlich an der Unterseite Markierungen für das zu bedruckende Papier und die aufzulegenden Schablonen angebracht hatte.

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Glasplatte mit Markierungen als Druckstock

Für die Monotypien habe ich die Glasplatte innerhalb der gewählten Markierung mit Farbe eingerollt (wieder mit Ölfarbe da ich noch keine Linoldruckfarbe hatte), das an der Glasplatte mit Malerkrepp vorher richtig positioniert festgeklebte Papier vorsichtig darübergelegt, auf die Rückseite des Papiers eine einfache Zeichnung mit einem Pinselstiel aufgedrückt, das Papier wieder abgezogen. Auf der Unterseite des Papiers ist die Zeichnung als Positiv zu sehen.

Danach habe ich ein zweites Blatt auf dieselbe Farbe gelegt, mit dem Handballen angerieben und ein Negativ der vorigen Zeichnung abgedruckt.

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Monotypie, Öl auf Papier, 30x40cm (2016) Positiv und Negativabzug, zweiter Anlauf 

Das geht relativ unkompliziert und rasch, vor allem im Vergleich zu meinen Foliendruckexperimenten. Eine vorherige Grundierung des Papiers oder die Verwendung von Linoldruckfarbe wäre wahrscheinlich sinnvoll, da die Ölfarbe auf Dauer wahrscheinlich das ungrundierte Papier zersetzt.

Auf jeden Fall werde ich mit dieser Technik weiter experimentieren weil unkompliziert, vielseitig weiterverwendbar, spannend!

Auch bei diesem Druckversuch habe ich festgestellt, daß die Ölfarbe lange genug feucht bleibt um sich nicht hetzen zu müssen; eine Zugabe von Leinöl als Verzögerer hat zu einem Verklumpen der Farbe geführt und ist daher meiner Meinung nach nicht empfehlenswert.

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Monotypie, Öl auf Papier, 30x40cm (2016) Positiv und Negativabzug, Erster Anlauf  mit Farbpatzen durch Ölverklumpungen