Monsieur Tommy

…oder was herauskommt wenn MalerInnen lange gemeinsam feiern.

Nachdem wir im Herbst zuerst seeehr lange den Geburtstag einer Kollegin gefeiert haben, haben wir zu früher Stunde Tommy im coolen Sessel als Malmotiv fotografisch festgehalten damit dann die ganze Gruppe, jeder auf seine Art, sich damit auseinandersetzt. Weiterlesen

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Portfolio und Projekt „Mein Favoriten“

Nachdem ich momentan noch zur physischen Untätigkeit verurteilt bin (habe noch bis Mitte März meinen Superschuh zur Ruhigstellung meines gebrochenen Fußes) nutze ich die Zeit um mein Online-Portfolio, meine Arbeitsmaterialien und meine Bücher aufzuräumen bzw. Hintergrundarbeiten für mein Malprojekt über Wien-Favoriten zu erledigen. Weiterlesen

Mein Favoriten / Mal- bzw. Spachtelexperiment

Derzeit bin ich nicht in der Lage am Wochenende im Freien zu malen, es ist mir dazu einfach zu kalt. Um nicht untätig zu sein und in meinem Projekt weiterzukommen, habe ich am Freitag anhand eines Referenzfotos experimentiert, und zwar ohne Pinsel, ausschließlich mit Spachtel und Malmesser zu arbeiten – das wollte ich schon lang probieren!  Weiterlesen

Wellen und Mischtechnik

Im Februar habe ich über meine Motivation, Wasser und Wellen zu malen, geschrieben (siehe hier) und die Untermalung meiner Wellen gepostet – heute folgt das Endergebnis bzw. das fertiggestellte Bild. Weiterlesen

Hüte – Technik und Malprozess

Nach Ende und Abbau unserer Wasser-Ausstellung heute wieder ein regulärer Beitrag über meine Arbeiten, ein Bild aus dem Oktober 2016.

Nachdem ich schon öfter wegen der verwendeten Materialien angesprochen wurde, weshalb ich in Ölbildern auch Untermalungen mit Tempera und manchmal Tusche verwende („ist das nicht furchtbar kompliziert?“) hier eine Beschreibung des Malprozesses am Beispiel Weiterlesen

Ausstellung „Wasser“, Alte Schieberkammer, 29.03.-02.04.2017

Hier die Einladung zur schon länger angekündigten Ausstellung, wir freuen uns auf Euch!

Ausstellungsdauer: Mittwoch 29.03. bis Sonntag 02.04.2017, 16:00-19:00
An allen 5 Abenden sind wir von 16:00 – 19:00 in der Ausstellung und für Fragen und Gespräche vorhanden 🙂

Am ersten Abend kommen wir ab 16:00 mit Brot, Wein & Wasser zusammen, am Sonntag gibt es zum Abschluß eine Lesung mit Texten von Monika Oppenauer.

Es werden Bilder von Irene Dlabaja und Karina Bunt und Keramiken von Corinne Ehmig zu sehen sein.

Ort: Alte Schieberkammer, Meiselstraße 20 (U3 Johnstraße, unterer Ausgang Richtung Sturzgasse; dann oben gegen die Ausstiegsrichtung zurück die Johnstraße überqueren, dann kurz geradeaus und links über die Brücke in die Schieberkammer)

Der Planausschnitt ist aus dem Stadplan der Wien-Webseite, erstens weil die Öffentlichen Verkehrsmittel dort richtig eingezeichnet sind (U3, Straßenbahnlinie 49, Bus 10A und 12A) sondern auch weil Google Maps die Adresse falsch einzeichnet bzw. anzeigt (mitten auf der Johnstraße statt am Platz…)

Die Alte Schieberkammer ist eine Sehenswürdigkeit für sich, hier gibt es Info dazu.

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Materialexperimente – Druck – Monotypie I

Hier ein anderes Druckexperiment aus dem Frühjahr 2016, nämlich eine Art der Monotypie.
Dafür habe ich eine Vorzeichnung für ein Bild meiner Lieblingsstiefel benutzt, an dem ich gerade parallel gearbeitet hatte.
Das aus der Vorzeichnung entstandene Bild meiner Stiefel folgt später 🙂

Ich habe die gleiche Druckvorrichtung benutzt wie bei den Papp- und Folienschablonen, nämlich eine alte Glasplatte, an der ich mit wasserfestem Marker und Malerkrepp hauptsächlich an der Unterseite Markierungen für das zu bedruckende Papier und die aufzulegenden Schablonen angebracht hatte.

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Glasplatte mit Markierungen als Druckstock

Für die Monotypien habe ich die Glasplatte innerhalb der gewählten Markierung mit Farbe eingerollt (wieder mit Ölfarbe da ich noch keine Linoldruckfarbe hatte), das an der Glasplatte mit Malerkrepp vorher richtig positioniert festgeklebte Papier vorsichtig darübergelegt, auf die Rückseite des Papiers eine einfache Zeichnung mit einem Pinselstiel aufgedrückt, das Papier wieder abgezogen. Auf der Unterseite des Papiers ist die Zeichnung als Positiv zu sehen.

Danach habe ich ein zweites Blatt auf dieselbe Farbe gelegt, mit dem Handballen angerieben und ein Negativ der vorigen Zeichnung abgedruckt.

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Monotypie, Öl auf Papier, 30x40cm (2016) Positiv und Negativabzug, zweiter Anlauf 

Das geht relativ unkompliziert und rasch, vor allem im Vergleich zu meinen Foliendruckexperimenten. Eine vorherige Grundierung des Papiers oder die Verwendung von Linoldruckfarbe wäre wahrscheinlich sinnvoll, da die Ölfarbe auf Dauer wahrscheinlich das ungrundierte Papier zersetzt.

Auf jeden Fall werde ich mit dieser Technik weiter experimentieren weil unkompliziert, vielseitig weiterverwendbar, spannend!

Auch bei diesem Druckversuch habe ich festgestellt, daß die Ölfarbe lange genug feucht bleibt um sich nicht hetzen zu müssen; eine Zugabe von Leinöl als Verzögerer hat zu einem Verklumpen der Farbe geführt und ist daher meiner Meinung nach nicht empfehlenswert.

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Monotypie, Öl auf Papier, 30x40cm (2016) Positiv und Negativabzug, Erster Anlauf  mit Farbpatzen durch Ölverklumpungen

Materialexperimente – Druck mit Folienschablone

Aus den im Artikel über die Druckexperimente mit Pappschablone erwähnten Büchern haben mich einige Möglichkeiten bzw. Techniken angesprochen: Pappschablonen, Folienschablonen, verschiedene Monotypien, die ich schön eine nach der anderen durchprobiert habe bzw. noch werde.

Nächstes Experiment war der Druck mit Folienschablonen, dazu mußte eine A4-Klarsichthülle dran glauben und ein Portraitfoto herhalten das ich gerade zur Hand hatte.

Ich habe die gleiche Druckvorrichtung (eine alte Glasplatte, an der ich mit wasserfestem Marker und Malerkrepp hauptsächlich an der Unterseite Markierungen für das zu bedruckende Papier und die aufzulegenden Schablonen angebracht hatte) benutzt, allerdings auf andere Art.

Bei der Pappschablone habe ich die Schablone mit Farbe eingerollt, auf die entsprechende Markierung der Glasplatte gelegt, das mit Klebeband vorsichtig richtig positioniert befestigte Papier darübergeklappt, mit dem Handballen durchgerieben und das Papier wieder abgezogen.

Bei der Folienschablone wollte ich etwas anderes probieren: Die Glasplatte als Hintergrund einfärben, darauf positioniert die mit anderen Farben gerollten Folienschablonenteile gelegt und dann gleich wie oben abdrucken.

Mit Acrylfarbe hat das überhaupt nicht funktioniert, daher habe ich zuerst den Hintergrund gedruckt und dann jedes Schablonenteil extra, zum Teil mehrmals pro Teil, da die Farbe trotz Verzögerer viel zu schnell eintrocknet.

Danach habe ich wieder Ölfarbe verwendet, was dann funktioniert hat – zügig aber stressfrei alles einfärben, positionieren, abdrucken, gut ist’s.

Die einzelnen Schablonenteile positioniert man am besten mit einer Pinzette, mit zwei müßte es noch besser gehen; die Folie ist am besten dicker und deutlich formstabiler als die von mir verwendete Klarsichthülle, um sich besser einfärben und positionieren zu lassen.

Für den Anfang wäre es vielleicht auch sinnvoll, sich auf einfachste Motive mit wenigen Schablonenteilen und vielleicht nur ein oder zwei Farben zu beschränken – ich hab mir gedacht „das kann ja nicht so schwer sein“ und bin dann ordentlich ins Schwitzen gekommen ob der leichtsinnig gewählten Herausforderung mit 5 Schablonenteilen und 4 Farben… aber da mußte ich dann durch!

Ergebnis: 6 verschiedene Blätter, Acryl oder Öl auf verschiedenen Papieren 30x40cm (2016)

Materialexperimente – Druck mit Pappschablone

Eigentlich wollte ich heute etwas anderes posten, bin aber draufgekommen, daß ich kein Foto des fertigen Bildes habe, nur Zwischenstände. Natürlich ist es jetzt draußen finster, also keine Chance mehr auf ein Foto heute (dazu brauche ich Morgensonne, also frühestens nächstes Wochenende…). Also habe ich beschlossen über ein älteres Experiment aus dem Mai dieses Jahres zu schreiben:

Die Wiener Hauptbücherei ist gefährlich, soviel steht fest!
Jedes Mal wenn ich dort bin, finde ich mehr Bücher als meinem Zeitbudget guttun; gleichzeitig bringen mich diese auf zahllose Ideen für eigene kreative Versuche, die für ebendieses noch schlechter sind.

Angelockt von Dörners und Wehltes Büchern über Materialien und Techniken der Malerei war ich zusätzlich auf der Suche nach Büchern über Drucktechniken, da ich immer wieder genervt vor wortkargen und erklärungsarmen Ausstellungstexten stehe und ein für alle Mal wissen wollte, was bestimmte Techniken und Bezeichnungen meinen.

Die zahllosen Möglichkeiten von Radierungen zu unterscheiden ist eine Sache, oder daß man einen Giclèe-Druck auch etwas weniger hochtrabend bezeichnen könnte.
Die großen Museen würden meiner Meinung nach gut daran tun, hier weniger für  KunsthistorikerkollegInnen zu schreiben und etwas mehr für die normalen BesucherInnen mit oder ohne Interesse an Maltechnik, in manchen Ausstellungen ist nicht einmal zu lesen welche Technik verwendet wurde – und immer erschließt es sich nicht (zumindest nicht aus der zulässigen Betrachtungsentfernung).

Wie dem auch sei, mit dabei waren drei Bücher über Drucktechniken ohne Druckerpresse, die ich zuerst aus reiner Neugier mitausgeborgt habe.

Und dann. Dann mußte ich natürlich einige der Dinge ausprobieren, weil nur lesen ohne selbst probieren geht einfach überhaupt gar nicht  🙂

Selbstauferlegte Beschränkung: Arbeiten mit bereits vorhandenen Materialien.
Mit Improvisation und zwei neuen kleinen Farbwalzen (Inkonsequenz in Bezug zur obigen Beschränkung…) ging es los.

Druckversuche mit Pappschablone, selbstgebauter Druckvorrichtung und Acryl- bzw. Ölfarbe auf verschiedenen Papieren 30x40cm (3 Drucke, Mai 2016)

Fazit: Drucken macht Spaß, ist aber in der Vorbereitung recht aufwendig.
Acrylfarbe eignet sich meiner Meinung nach überhaupt nicht, da sie trotz Verzögerer viel zu schnell trocknet und am Papier festklebend dessen Oberfläche beschädigt, vor allem beim glatten, dünnen Papier. Beim gekörnten dünnen Papier weniger, beim dicken glatten am wenigsten.
Ölfarbe funktioniert sehr gut und ist auch deutlich entspannter zu verarbeiten.
Druckfarbe hatte ich keine, aber das war ja Teil der selbstauferlegten Beschränkung in Bezug auf Neukauf.
In der Zwischenzeit habe ich beige und schwarze Linoldruckfarbe von einer Malerkollegin geschenkt bekommen (danke Irene!) hatte aber leider noch keine Zeit sie auszuprobieren.

Und wer immer schon wissen wollte, was mir einfällt, wenn ich spontan eine Schablone brauche und mit einem Stanleymesser vor einem unschuldigen Pappkarton sitze – voilà.
🙂