Portraitstudie (Kopf eines Römers)

Als Abwechslung zu all dem Wasser war ich heute mit einer Kollegin im Ephesosmuseum zeichnen.

Der Kopf ist in der Ausstellung bezeichnet mit „Portrait eines Römers, Römisch, spätrepublikanisch“ und hat mich für ca. 4 Stunden beschäftigt. Ein Vorteil dieses Kopfes ist, daß er – im Vergleich zu vielen anderen – noch die originale Nase hat, weshalb ich ihn mir auch ausgesucht habe.

Eine besondere Herausforderung in der Darstellung sind meiner Meinung nach die Bruchflächen, deren unregelmäßige Steinstruktur schwierig zu zeichnen ist.

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Portraitstudie eines Steinkopfes, Bleistift HB und weiße Kreide auf Tonpapier 30x40cm (2017)

Link zur Webseite des Ephesosmuseums mit Öffnungszeiten und weiteren Infos

ACHTUNG, besser vorher schriftlich um Genehmigung für das Zeichnen im Museum anfragen – wird meines Wissens auch nur für Trockentechniken erteilt! (was schade, aber dann doch auch verständlich ist)

NHM Wien – Prähistorische Säle (Höhlenbär)

Gestern war ich relativ spontan nach der Arbeit in den im Herbst 2015 neu eröffneten Sälen der Prähistorischen Sammlung im Naturhistorischen Museum um mir erstens diesen für mich neuen Teil der Sammlung anzuschauen (besonders mag ich die Saalausstattung und die historischen Vitrinen) und auch ein bißchen zu zeichnen.

Obwohl das Museum in den letzten Jahren viele Säle modernisiert und neu gestaltet hat, hat es teilweise noch immer das gemütliche Flair von einst behalten und auch Zeichner werden meist toleriert bzw. ignoriert – also konnte ich in aller Ruhe den Höhlenbärenschädel skizzieren.

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Farbstifte auf glattem Papier 21x30cm, Februar 2016
Höhlenbärenschädel aus der Schweiz, ca. 50.000 Jahre

Die romanischen Portalreliefs aus dem Dom zu Gurk

Im Dezember hatte ich das Glück, an einer Führung durch den Kurator der Ausstellung „Die romanischen Portalreliefs aus dem Dom zu Gurk“ im Kunsthistorischen Museum teilnehmen zu können, was sehr informativ und total spannend war.

Alleine die inhaltliche und damit räumliche Anordnung der einzelnen Figuren und der Vergleich mit dem Verduner Altar im Stift Klosterneuburg (den ich glücklicherweise im vergangenen Sommer, ebenfalls bei einer Führung, sehen konnte) über das inhaltliche Konzept und Ähnlichkeiten in der Ausführung war sehr informativ – weitere Recherche über die Symbolik der christlichen Kunst steht mir bevor…!

Die Holzreliefs, die normalerweise auf den Torflügeln zwischen äußerer und innerer Vorhalle des Gurker Doms angebracht sind, wurden im frühen 13. Jhd. hergestellt und nun zum ersten Mal seit den 1960-er Jahren im Rahmen eines Projekts des Bundesdenkmalamts (BDA) restauriert, dazu ist eine detaillierte Publikation erschienen (erhältlich über die Webseite des BDA und auch im Shop des Kunsthistorischen Museums).

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links: Gesamtaufnahme der polychromen Holzreliefs am Westportal 
des Domes zu Gurk. © BDA, Foto: Irene Dworak 

rechts: Das romanische Westportal des Domes zu Gurk. 
© BDA, Foto: Irene Dworak

In der Ausstellung gibt es nicht nur die Türreliefs selbst quasi in Augenhöhe (um sie genau bzw. aus größerer Nähe sehen zu können – an den Türen im Dom waren bzw. werden sie wieder relativ hoch montiert und außerdem hinter Glas, daher weniger gut anzuschauen) sondern auch als 3D-Scan an einem Touch-Bildschirm zu sehen und in alle Richtungen zu drehen, dazu einen Film und einige Objekte aus der Kunstkammer wie z. B. den Wiltener Kelch (normalerweise in der Kunstkammer zu sehen, nun temporär in der Sonderausstellung).
Die Ausstellung ist klein aber fein und noch bis 12. April 2015 im KHM zu sehen, voraussichtlich im Mai werden die Reliefs dann wieder im Gurker Dom angebracht.

Den Gurker Dom kannte ich von verschiedenen Anlässen schon als Besucherin, war auch vor einigen Jahren bereits einmal in der Krypta und auch das Fastentuch bzw. das Abhängen desselben habe ich bereits einmal gesehen.

Daß es allerdings noch eine Bischofskapelle über der äußeren Vorhalle, einen „Geheimgang“ hinter dem Hochaltar und seit der Restaurierung der Fresken in der äußeren Vorhalle auch einen neuen Seiteneingang gibt, habe ich nicht gewußt und daher gleich beschlossen, bei nächster Gelegenheit diesen neuen Informationen auf den Grund zu gehen 🙂

Berlin II – Fotos

Hier einige der zahlreichen Bilder meiner Berlin-Tour vom vergangenen Mittwoch als Ergänzung zum Beitrag vom 25.09.2014.
Bericht über den Freitag (Museumsinsel) folgt noch.

Alle Fotos: Karina Bunt
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Weg vom Hauptbahnhof zum Reichstag

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Mahnmal für die ermordeten Juden, Brandenburger Tor, Wachturm Berliner Mauer

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Martin-Gropius-Bau von außen, Detail eines Stiegengeländers innen, Bildschirmfoto des Runen-Übersetzungsmonitors aus der Wikinger-Ausstellung

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Zaundetail Schloß Charlottenburg, Treppenhaus Sammlung Scharf-Gerstenberg

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Kuppel Museum Berggruen, Sessel Museum Berggruen – der Sessel ist gleich schön wie unbequem… aber schön! 🙂

Reichenbachs Orchideen – Farbstifte auf Packpapier

Da mich die Orchideen so fasziniert haben und ich in der Ausstellung leider keine Zeichensachen mithatte, habe ich mich im Anschluß zu Hause über das Einladungsbild hergemacht… (Farbstifte auf Packpapier, ca. 40x60cm)

„Reichenbachs Orchideen“ im NHM Wien

Im Naturhistorischen Museum Wien (NHM) findet noch 21. April 2014 bis eine Sonderausstellung über Heinrich Gustav Reichenbachs Orchideensammlung statt. Ich war ziemlich überrascht, weil dort nicht nur botanische Illustrationen und Herbariumsblätter zu sehen waren, sondern gleich zwei Gewächshäuser mit lebenden Orchideen ausgestellt sind!

Hier zwei Fotos aus der Ausstellung und ein Foto der Einladung zur Ausstellungseröffnung (Naturhistorisches Museum Wien © 2014)

Biedermeiersessel im MAK

Beim gemeinsamen Zeichnen waren wir am Samstag im MAK (Museum für Angewandte Kunst Wien) und haben im Biedermeiersaal Sessel gezeichnet. „Mein“ Sessel ist aus Kirschholz und schaut zwar hübsch, aber nicht besonders bequem aus…
(Bleistifte auf Zeichenpapier, A3).

Oldtimerserie überarbeitet

Um die einzelnen Zeichnungen auch als Serie verwenden zu können, habe ich sie heute ein bißchen überarbeitet – die Kontraste verstärkt, einzelne Korrekturen vorgenommen, die Tonwerte der Zeichnungen etwas aneinander angeglichen; ich bin noch nicht ganz zufrieden, finde allerdings, das sich das Ergebnis bereits sehen lassen kann.
(Bleistifte, weißer Farbstift, A3 Tonpapier).
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