Kunst in der Wurmbrandgasse

Eine gemeinsame Ausstellung von Irene Dlabaja, Li Cunqing und Karina Bunt, wir zeigen in unserer gemeinsamen Ausstellung eine Querschnitt gegenständlicher Malerei.
Die Vernissage findet am Dienstag, den 06.12. 2016, um 19 Uhr statt.

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Weitere Öffnungstermine der Ausstellung, die mit einer Finissage am Freitag 16.12. von 17:00 bis 19:00 Uhr  endet, sind am Freitag, 09.12. bis Dienstag, 13.12. täglich von 17:00 bis 19:00.

Ort: 1220 Wien, Wurmbrandgasse 17 (Erdgeschoss)

Über Ihr/Dein Kommen zur Vernissage, an einem der nachfolgenden Öffnungstage oder zur Finissage würden wir uns freuen.

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Materialexperimente – Druck – Monotypie I

Hier ein anderes Druckexperiment aus dem Frühjahr 2016, nämlich eine Art der Monotypie.
Dafür habe ich eine Vorzeichnung für ein Bild meiner Lieblingsstiefel benutzt, an dem ich gerade parallel gearbeitet hatte.
Das aus der Vorzeichnung entstandene Bild meiner Stiefel folgt später 🙂

Ich habe die gleiche Druckvorrichtung benutzt wie bei den Papp- und Folienschablonen, nämlich eine alte Glasplatte, an der ich mit wasserfestem Marker und Malerkrepp hauptsächlich an der Unterseite Markierungen für das zu bedruckende Papier und die aufzulegenden Schablonen angebracht hatte.

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Glasplatte mit Markierungen als Druckstock

Für die Monotypien habe ich die Glasplatte innerhalb der gewählten Markierung mit Farbe eingerollt (wieder mit Ölfarbe da ich noch keine Linoldruckfarbe hatte), das an der Glasplatte mit Malerkrepp vorher richtig positioniert festgeklebte Papier vorsichtig darübergelegt, auf die Rückseite des Papiers eine einfache Zeichnung mit einem Pinselstiel aufgedrückt, das Papier wieder abgezogen. Auf der Unterseite des Papiers ist die Zeichnung als Positiv zu sehen.

Danach habe ich ein zweites Blatt auf dieselbe Farbe gelegt, mit dem Handballen angerieben und ein Negativ der vorigen Zeichnung abgedruckt.

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Monotypie, Öl auf Papier, 30x40cm (2016) Positiv und Negativabzug, zweiter Anlauf 

Das geht relativ unkompliziert und rasch, vor allem im Vergleich zu meinen Foliendruckexperimenten. Eine vorherige Grundierung des Papiers oder die Verwendung von Linoldruckfarbe wäre wahrscheinlich sinnvoll, da die Ölfarbe auf Dauer wahrscheinlich das ungrundierte Papier zersetzt.

Auf jeden Fall werde ich mit dieser Technik weiter experimentieren weil unkompliziert, vielseitig weiterverwendbar, spannend!

Auch bei diesem Druckversuch habe ich festgestellt, daß die Ölfarbe lange genug feucht bleibt um sich nicht hetzen zu müssen; eine Zugabe von Leinöl als Verzögerer hat zu einem Verklumpen der Farbe geführt und ist daher meiner Meinung nach nicht empfehlenswert.

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Monotypie, Öl auf Papier, 30x40cm (2016) Positiv und Negativabzug, Erster Anlauf  mit Farbpatzen durch Ölverklumpungen

Studie (Hortensien)

Vergangenes Wochenende konnte ich nicht widerstehen, im Garten meiner Mutter die weißen Hortensien zu malen…

Öl auf grundiertem Papier, 23x33cm (August 2016)

Materialexperiment – Hände

Das Frühjahr 2016 war für mich eine sehr arbeitsintensive und auch interessante Zeitspanne mit gleichzeitig vielen verschiedenen Materialexperimenten, die mir unerwartete Einblicke und einiges an neuen Erkenntnissen vermittelt haben.
Als grundsätzlich vorsichtige und über-überlegte Person ist das für mich eine gute Abwechslung, mir Erfahrungen mit völlig ungewissem Ausgang, und ohne mir selbst etwas beweisen zu müssen, zu gönnen 🙂 Weiterlesen

Anatomische Studie (Becken)

Wieder eine anatomische Studie, diesmal vom 9. März 2016, wieder vom gleichen „Modell“ wie der Schädel.
Die Wirbelsäule bzw. die Wirbelkörper sind eine Herausforderung in ihrer Komplexität, da möchte ich noch mal ran…

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Öl auf HF-Platte 30x40cm (März 2016)

Anatomische Studie (Schädel)

Eine anatomische Studie vom 2. März 2016.
Ich bin gerade dabei mich laaaangsam durch die Bammes-Bücher* zu arbeiten, die langen Posen der letzten Wochen – egal ob Portrait oder Akt – sind mir dabei sehr zugutegekommen.

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Öl auf HF-Platte 30x40cm (März 2016)

Ich habe mir zum besseren Verständnis der Formen für die „Unterkonstruktion“ künftiger Portraits einen Schädel genauer angesehen und nachdem mir schwarz/weiß ein bißchen konventionell erschienen ist diesmal in rot/gelb.

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Schädelstudie – Vorzeichnung mit Kreide auf grundierter HF-Platte 30x40cm (März 2016)

*In der Wiener Hauptbücherei sind nicht nur Bammes, Gottfried Die Menschliche Gestalt (1964) sondern auch Studien zur Gestalt des Menschen (1990) und Arbeitsbuch zur Künstleranatomie (1993) vorrätig, das erstere ist momentan noch bei mir zu Gast 🙂

Link zum online-Katalog der Wiener Büchereien hier

Stilleben mit Gläsern

Stilleben mit Gläsern – denn Glas macht Spaß!

Am Anfang habe ich mich bemüht, den Blickwinkel während des ganzen Bildes nicht zu ändern, damit mich die sich dauernd ändernden Spiegelungen nicht nervös machen, aber das ging natürlich nicht…

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Aquarell auf Hahnemühle Mixed Media Bamboo, 30x40cm (265g/m2) Jänner 2016

NHM Wien – Prähistorische Säle (Höhlenbär)

Gestern war ich relativ spontan nach der Arbeit in den im Herbst 2015 neu eröffneten Sälen der Prähistorischen Sammlung im Naturhistorischen Museum um mir erstens diesen für mich neuen Teil der Sammlung anzuschauen (besonders mag ich die Saalausstattung und die historischen Vitrinen) und auch ein bißchen zu zeichnen.

Obwohl das Museum in den letzten Jahren viele Säle modernisiert und neu gestaltet hat, hat es teilweise noch immer das gemütliche Flair von einst behalten und auch Zeichner werden meist toleriert bzw. ignoriert – also konnte ich in aller Ruhe den Höhlenbärenschädel skizzieren.

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Farbstifte auf glattem Papier 21x30cm, Februar 2016
Höhlenbärenschädel aus der Schweiz, ca. 50.000 Jahre