Anatomische Studie (Becken)

Wieder eine anatomische Studie, diesmal vom 9. März 2016, wieder vom gleichen „Modell“ wie der Schädel.
Die Wirbelsäule bzw. die Wirbelkörper sind eine Herausforderung in ihrer Komplexität, da möchte ich noch mal ran…

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Öl auf HF-Platte 30x40cm (März 2016)

Anatomische Studie (Schädel)

Eine anatomische Studie vom 2. März 2016.
Ich bin gerade dabei mich laaaangsam durch die Bammes-Bücher* zu arbeiten, die langen Posen der letzten Wochen – egal ob Portrait oder Akt – sind mir dabei sehr zugutegekommen.

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Öl auf HF-Platte 30x40cm (März 2016)

Ich habe mir zum besseren Verständnis der Formen für die „Unterkonstruktion“ künftiger Portraits einen Schädel genauer angesehen und nachdem mir schwarz/weiß ein bißchen konventionell erschienen ist diesmal in rot/gelb.

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Schädelstudie – Vorzeichnung mit Kreide auf grundierter HF-Platte 30x40cm (März 2016)

*In der Wiener Hauptbücherei sind nicht nur Bammes, Gottfried Die Menschliche Gestalt (1964) sondern auch Studien zur Gestalt des Menschen (1990) und Arbeitsbuch zur Künstleranatomie (1993) vorrätig, das erstere ist momentan noch bei mir zu Gast 🙂

Link zum online-Katalog der Wiener Büchereien hier

Lange Pose (Milica)

Der Abend des vergangenen Freitags hat die ganze Woche aufgewogen, in der so ziemlich alles danebengegangen ist was danebengehen konnte bzw. wo es die Möglichkeit von Schwierigkeiten gab (ja, es braucht solche Wochen, dann schätzt man erst wieder die „guten“ Tage… 🙂 )

Habe in einem Workshop eine neue Methode für das Maßnehmen gelernt und das Ergebnis hat mich überzeugt!

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Bleistift auf Tonpapier, 35x50cm

Stilleben mit Gläsern

Stilleben mit Gläsern – denn Glas macht Spaß!

Am Anfang habe ich mich bemüht, den Blickwinkel während des ganzen Bildes nicht zu ändern, damit mich die sich dauernd ändernden Spiegelungen nicht nervös machen, aber das ging natürlich nicht…

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Aquarell auf Hahnemühle Mixed Media Bamboo, 30x40cm (265g/m2) Jänner 2016

Zeichnung Sambucus Racemosa, Farbwiedergabe und Lichtfarbe

Hier die fertiggestellte Zeichnung meines Traubenholunders (begonnen im Beitrag: Botanische Zeichnung), die fehlenden Teile habe ich anhand der beim Kurs von der Pflanze angefertigten Fotos vorsichtig mit Bleistiften ergänzt.

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Botanische Zeichnung eines Traubenholunders (Foto: Karina Bunt)

Farbliche Darstellungen – so habe ich jedenfalls im Kurs gelernt – hat man nämlich niemals und unter keinen Umständen nach Fotos vorzunehmen, da Fotos die Farben deutlich verfälschen können und die Darstellung ihren wissenschaftlichen Wert damit einbüßt.

Wer jemals versucht hat, bei einer normalen Raumbeleuchtung mit Glühbirnen oder Halogenleuchten seine Zeichnungen zu fotografieren und das Ergebnis mit einem Foto derselben Zeichnung, das mit demselben Gerät im morgendlichen Sonnenlicht (oder irgendwelchen anderen Lichtverhältnissen) aufgenommen worden ist, vergleicht, wird verstehen warum – zur besseren Veranschaulichung zwei Beispielfotos:

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links: Aufnahme tagsüber, Zeichnung in der Morgensonne liegend
rechts: Aufnahme nachts, mit 2 LED-Lampen beleuchtet (LED-Birnen mit Glühbirnenfassung in alten Schreibtischleuchten, als Glühbirnenersatz)

Deutlich ist rechts die Gelbfärbung durch den Warmton der künstlichen Beleuchtung zu sehen, die Farbtemperatur = Lichtfarbe in Kelvin beträgt ca. 2.700-3.000K „warmweiß“, angenehm gemütlich zum Lesen oder Schreiben; kaum geeignet für das Fotografieren von Dingen, deren Farben man gut erkennen möchte.
Dabei wirkt dieses Licht, in dem ich jetzt auch vor dem Rechner sitze, ohne direkten Vergleich eigentlich „weiß“.

Das morgendliche Sonnenlicht dagegen hat eine Farbtemperatur von ca. 5.500-6.000K „tageslicht- oder neutralweiß“, der Unterschied ist ziemlich deutlich – solange man die beiden Fotos nebeneinander sieht.
Denn die Morgensonne wirkt eigentlich „wärmer“ als das Kunstlicht (Abendsonne wirkt und ist auch wärmer im Farbton als in der Früh, und verändert die Farben wiederum leicht)
Sobald man nur das eine oder nur das andere sieht, hält man es leicht für die „Wahrheit“ – und hat sich in den Farben bereits getäuscht.

Klingt kompliziert, ist es aber nicht 🙂
Man sollte nur immer im Hinterkopf behalten, daß man sich bei Licht und Farbwiedergabe grundsätzlich nicht unreflektiert auf seinen Eindruck und vor allem auf seine Fotos verlassen sollte.
Ich wollte es ja selbst nicht glauben, bis ich es mir quasi nebenbei selbst bewiesen habe…

Botanische Illustration

Ein Thema das mich schon seit vielen Jahren begleitet, wenn auch sehr lange eher unterbewußt, ist die botanische Illustration.
Das Pilzbuch meiner Eltern, nämlich Handbuch für Pilzfreunde, Band 1 von Michael, Hennig, Kreisel hat mich bereits als Volksschulkind fasziniert, wenn ich mich damals auch gefragt habe warum man nicht Fotos statt Drucken bzw. Zeichnungen zur Illustration verwendet hat, weil auf Fotos ja alles ganz exakt und viel „schöner“ abgebildet ist.

Meine Erfahrungen als Erwachsene, als ich auf der Suche nach einem eigenen Pilzbuch war (ja, ich suche und esse sie immer noch sehr gerne, wenn ich auch sehr selten dazu komme 🙂 ), haben mich eines Besseren (bzw. Schlechteren) belehrt: kein einziges der ach so modernen, mit tollen Farbfotos ausgestatteten Bücher konnte mich überzeugen – also habe ich mir das längst vergriffene Buch antiquarisch gekauft.

Der nächste Kontakt war ein Buch von Sarah Simblet, Botanik für Künstler, über das ich 2013 in der Wiener Hauptbücherei „gestolpert“ bin, das mich sehr beschäftigt hat – Pflanzen haben mich ja immer schon interessiert und als Kind habe ich mich bei jeder Gelegenheit stundenlang in Garten und Wald aufgehalten und alles mögliche beobachtet und gesammelt (ja, auch Pilze – oder wie man in Österreich sagt – Schwammerln).

Danach kamen Reichenbachs Orchideen im Naturhistorischen Museum (siehe auch meine beiden Artikel aus 2014 – einmal über die Ausstellung selbst und einmal über die zugehörige Zeichnung von mir)

Einen Zusammenhang mit meinen künstlerischen Aktivitäten der letzten Jahre habe ich nicht gesehen, obwohl ich seit längerem auf der Suche nach „meinen“ bevorzugten Stilen und Techniken bin, wie man ja an den extrem unterschiedlichen Veröffentlichungen in meinem Blog sehen kann – und so recht angekommen bin ich eh noch nicht und experimentiere munter weiter 😉

Jedenfalls hat mich eine Kollegin, mit der ich über Kurse und Malaktivitäten gesprochen habe, auf den Begriff der botanischen Illustration und einen zugehörigen Kurs aufmerksam gemacht (danke Andrea!!) und ich hab eines der ersten wirklich heißen Wochenenden dieses Jahres mit bis zu 36°C schwitzend im sogenannten Kalthaus des Botanischen Gartens Wien verbracht (hier ein zweiter Link zum botan. Garten) und viele Stunden dabei verbracht, unter der Anleitung von Margareta Pertl einen Einblick in das Thema zu bekommen und eine Pflanze – in meinem Fall den Sambucus Racemosa oder Traubenholunder – zeichnerisch zu erfassen.

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Fotos: Karina Bunt (Sambucus Racemosa, Kalthaus, mein Arbeitsplatz, Durchpausen der Vorzeichnung, Arbeitsfläche, halbfertige Zeichnung; von links oben nach rechts unten)

Spannenderweise scheint es keinen Wikipedia-Artikel über das Thema botanische Illustration zu geben, nur über Naturselbstdruck, Illustration an sich, botanische Zeitschriften und verschiedene Illustratoren selbst (z. B. die Brüder Franz Andreas und Ferdinand Lucas Bauer, über die ich im vergangenen Jahr eine Ausstellung im Naturhistorischen Museum Wien gesehen habe).

Überhaupt scheint das Thema eine künstlerische „Nische“ zu sein, vielleicht auch weil viele sich mehr als Künstler als als „Angewandte“ sehen – wer weiß, ich selbst finde es jedenfalls sehr interessant, wenn ich auch meine erste Pflanze innerhalb von zwei vollen Tagen nur halbfertig gebracht habe… aber das wird schon noch!

Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf die Ausstellung 2015 der sog. „Wiener Schule der botanischen Illustration“, die am kommenden Freitag, den 28. August 2015 um 19:00 ihre Tore öffnet – als Beitrag zum 650-Jahre Jubiläum der Universität Wien, veranstaltet vom Botanischen Garten und der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich, im Department für Botanik und Biodiversitätsforschung am Rennweg 14, 1030 Wien.

Kalvarienbergmarkt

Gestern Nachmittag war ich am Kalvarienbergfest, um Eva Winter bzw. die Künstlerzelte zu besuchen – bei traumhaftem Wetter und auch mit dem Gedanken, ein paar Zeichentips von Helmut Sailer zu erhalten, der dort von 14:00-16:00 einen Zeichenworkshop abgehalten hat (was mir dann auch gelungen ist, danke 🙂 ).

Und natürlich mußte ich die Ei-Ausstellung anschauen, von der ich bereits am 09. Februar dieses Jahres im Blogbeitrag Ei Ei Ei… Kalvarienbergfest 2015 berichtet hatte!

Hier ein paar Fotos der Kirche, des Kalvarienbergs und der Ei-Ausstellung
alle Fotos: Karina Bunt

Kalvarienbergkirche Kalvarienberg_01 Kalvarienberg_02 Kalvarienberg_03

Übrigens: der nächste Zeichenworkshop mit Helmut Sailer findet am 28.03.2015 ebendort statt, wieder von 14:00-16:00