Nachtrag Ausstellung „Querschnitt“ in der Wurmbrandgasse

Nochmals danke an alle unsere Gäste und AusstellungsbesucherInnen – es war uns eine Freude mit Euch über unsere Bilder zu sprechen, über Kunst im allgemeinen zu plaudern  und das vergangene Jahr in Worten gemeinsam vorbeiziehen zu lassen!

Und an alle, die aus verschiedenen Gründen leider keine Zeit finden konnten (ja, die Jahreszeit bzw. das Zeitfenster Anfang / Mitte Dezember ist schön, aber nicht für alle ideal) – es gibt vom 29. März bis 02. April 2017 wieder Gelegenheit, Bilder von Irene Dlabaja und mir zu sehen, auch wenn es andere sein werden.

Reserviert den Termin und lasst Euch überraschen – es wird nass…
🙂

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Ausstellungsansicht aus der Ausstellung „Querschnitt“ in der Wurmbrandgasse mit Bildern von Karina Bunt (2016)

Ausstellung Kunst in der Wurmbrandgasse

Am Dienstag hatten wir eine feine Vernissage mit interessierten BesucherInnen, mit denen es nette, spannende, interessante Unterhaltungen gegeben hat.

Die Ausstellung ist noch am Samstag (heute), Sonntag, Montag und Dienstag (10.12. bis 13.12.) jeweils von 17:00 bis 19:00 geöffnet; am Freitag den 16.12. ist von 17:00 bis 19:00 die Finissage (zu der ich leider nicht anwesend sein kann).

Heute und morgen bin ich selbst in der Ausstellung und schon neugierig, wer vorbeikommt und welche Gespräche sich bei Tee und Keksen ergeben werden – immerhin haben sich einige Leute, die bei der Vernissage keine Zeit hatten bzw. verhindert waren, angekündigt 🙂

Für mich ist das eine neue Erfahrung, freue mich schon drauf!

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Kunst in der Wurmbrandgasse

Eine gemeinsame Ausstellung von Irene Dlabaja, Li Cunqing und Karina Bunt, wir zeigen in unserer gemeinsamen Ausstellung eine Querschnitt gegenständlicher Malerei.
Die Vernissage findet am Dienstag, den 06.12. 2016, um 19 Uhr statt.

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Weitere Öffnungstermine der Ausstellung, die mit einer Finissage am Freitag 16.12. von 17:00 bis 19:00 Uhr  endet, sind am Freitag, 09.12. bis Dienstag, 13.12. täglich von 17:00 bis 19:00.

Ort: 1220 Wien, Wurmbrandgasse 17 (Erdgeschoss)

Über Ihr/Dein Kommen zur Vernissage, an einem der nachfolgenden Öffnungstage oder zur Finissage würden wir uns freuen.

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Materialexperimente – Druck – Monotypie I

Hier ein anderes Druckexperiment aus dem Frühjahr 2016, nämlich eine Art der Monotypie.
Dafür habe ich eine Vorzeichnung für ein Bild meiner Lieblingsstiefel benutzt, an dem ich gerade parallel gearbeitet hatte.
Das aus der Vorzeichnung entstandene Bild meiner Stiefel folgt später 🙂

Ich habe die gleiche Druckvorrichtung benutzt wie bei den Papp- und Folienschablonen, nämlich eine alte Glasplatte, an der ich mit wasserfestem Marker und Malerkrepp hauptsächlich an der Unterseite Markierungen für das zu bedruckende Papier und die aufzulegenden Schablonen angebracht hatte.

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Glasplatte mit Markierungen als Druckstock

Für die Monotypien habe ich die Glasplatte innerhalb der gewählten Markierung mit Farbe eingerollt (wieder mit Ölfarbe da ich noch keine Linoldruckfarbe hatte), das an der Glasplatte mit Malerkrepp vorher richtig positioniert festgeklebte Papier vorsichtig darübergelegt, auf die Rückseite des Papiers eine einfache Zeichnung mit einem Pinselstiel aufgedrückt, das Papier wieder abgezogen. Auf der Unterseite des Papiers ist die Zeichnung als Positiv zu sehen.

Danach habe ich ein zweites Blatt auf dieselbe Farbe gelegt, mit dem Handballen angerieben und ein Negativ der vorigen Zeichnung abgedruckt.

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Monotypie, Öl auf Papier, 30x40cm (2016) Positiv und Negativabzug, zweiter Anlauf 

Das geht relativ unkompliziert und rasch, vor allem im Vergleich zu meinen Foliendruckexperimenten. Eine vorherige Grundierung des Papiers oder die Verwendung von Linoldruckfarbe wäre wahrscheinlich sinnvoll, da die Ölfarbe auf Dauer wahrscheinlich das ungrundierte Papier zersetzt.

Auf jeden Fall werde ich mit dieser Technik weiter experimentieren weil unkompliziert, vielseitig weiterverwendbar, spannend!

Auch bei diesem Druckversuch habe ich festgestellt, daß die Ölfarbe lange genug feucht bleibt um sich nicht hetzen zu müssen; eine Zugabe von Leinöl als Verzögerer hat zu einem Verklumpen der Farbe geführt und ist daher meiner Meinung nach nicht empfehlenswert.

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Monotypie, Öl auf Papier, 30x40cm (2016) Positiv und Negativabzug, Erster Anlauf  mit Farbpatzen durch Ölverklumpungen

Kaltes Land

Eine Arbeit aus dem November / Dezember 2015, sehr gut passend zur Temperatur und zu meiner momentanen Stimmung.

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Öl auf HF-Platte, 40x50cm (2015)

Damals habe ich mich unter anderem damit auseinandergesetzt, wie man mit den verwendeten Farben sowohl Emotionen als auch Temperatur oder Jahreszeit vermitteln kann.

 

Materialexperimente – Druck mit Folienschablone

Aus den im Artikel über die Druckexperimente mit Pappschablone erwähnten Büchern haben mich einige Möglichkeiten bzw. Techniken angesprochen: Pappschablonen, Folienschablonen, verschiedene Monotypien, die ich schön eine nach der anderen durchprobiert habe bzw. noch werde.

Nächstes Experiment war der Druck mit Folienschablonen, dazu mußte eine A4-Klarsichthülle dran glauben und ein Portraitfoto herhalten das ich gerade zur Hand hatte.

Ich habe die gleiche Druckvorrichtung (eine alte Glasplatte, an der ich mit wasserfestem Marker und Malerkrepp hauptsächlich an der Unterseite Markierungen für das zu bedruckende Papier und die aufzulegenden Schablonen angebracht hatte) benutzt, allerdings auf andere Art.

Bei der Pappschablone habe ich die Schablone mit Farbe eingerollt, auf die entsprechende Markierung der Glasplatte gelegt, das mit Klebeband vorsichtig richtig positioniert befestigte Papier darübergeklappt, mit dem Handballen durchgerieben und das Papier wieder abgezogen.

Bei der Folienschablone wollte ich etwas anderes probieren: Die Glasplatte als Hintergrund einfärben, darauf positioniert die mit anderen Farben gerollten Folienschablonenteile gelegt und dann gleich wie oben abdrucken.

Mit Acrylfarbe hat das überhaupt nicht funktioniert, daher habe ich zuerst den Hintergrund gedruckt und dann jedes Schablonenteil extra, zum Teil mehrmals pro Teil, da die Farbe trotz Verzögerer viel zu schnell eintrocknet.

Danach habe ich wieder Ölfarbe verwendet, was dann funktioniert hat – zügig aber stressfrei alles einfärben, positionieren, abdrucken, gut ist’s.

Die einzelnen Schablonenteile positioniert man am besten mit einer Pinzette, mit zwei müßte es noch besser gehen; die Folie ist am besten dicker und deutlich formstabiler als die von mir verwendete Klarsichthülle, um sich besser einfärben und positionieren zu lassen.

Für den Anfang wäre es vielleicht auch sinnvoll, sich auf einfachste Motive mit wenigen Schablonenteilen und vielleicht nur ein oder zwei Farben zu beschränken – ich hab mir gedacht „das kann ja nicht so schwer sein“ und bin dann ordentlich ins Schwitzen gekommen ob der leichtsinnig gewählten Herausforderung mit 5 Schablonenteilen und 4 Farben… aber da mußte ich dann durch!

Ergebnis: 6 verschiedene Blätter, Acryl oder Öl auf verschiedenen Papieren 30x40cm (2016)

Materialexperimente – Druck mit Pappschablone

Eigentlich wollte ich heute etwas anderes posten, bin aber draufgekommen, daß ich kein Foto des fertigen Bildes habe, nur Zwischenstände. Natürlich ist es jetzt draußen finster, also keine Chance mehr auf ein Foto heute (dazu brauche ich Morgensonne, also frühestens nächstes Wochenende…). Also habe ich beschlossen über ein älteres Experiment aus dem Mai dieses Jahres zu schreiben:

Die Wiener Hauptbücherei ist gefährlich, soviel steht fest!
Jedes Mal wenn ich dort bin, finde ich mehr Bücher als meinem Zeitbudget guttun; gleichzeitig bringen mich diese auf zahllose Ideen für eigene kreative Versuche, die für ebendieses noch schlechter sind.

Angelockt von Dörners und Wehltes Büchern über Materialien und Techniken der Malerei war ich zusätzlich auf der Suche nach Büchern über Drucktechniken, da ich immer wieder genervt vor wortkargen und erklärungsarmen Ausstellungstexten stehe und ein für alle Mal wissen wollte, was bestimmte Techniken und Bezeichnungen meinen.

Die zahllosen Möglichkeiten von Radierungen zu unterscheiden ist eine Sache, oder daß man einen Giclèe-Druck auch etwas weniger hochtrabend bezeichnen könnte.
Die großen Museen würden meiner Meinung nach gut daran tun, hier weniger für  KunsthistorikerkollegInnen zu schreiben und etwas mehr für die normalen BesucherInnen mit oder ohne Interesse an Maltechnik, in manchen Ausstellungen ist nicht einmal zu lesen welche Technik verwendet wurde – und immer erschließt es sich nicht (zumindest nicht aus der zulässigen Betrachtungsentfernung).

Wie dem auch sei, mit dabei waren drei Bücher über Drucktechniken ohne Druckerpresse, die ich zuerst aus reiner Neugier mitausgeborgt habe.

Und dann. Dann mußte ich natürlich einige der Dinge ausprobieren, weil nur lesen ohne selbst probieren geht einfach überhaupt gar nicht  🙂

Selbstauferlegte Beschränkung: Arbeiten mit bereits vorhandenen Materialien.
Mit Improvisation und zwei neuen kleinen Farbwalzen (Inkonsequenz in Bezug zur obigen Beschränkung…) ging es los.

Druckversuche mit Pappschablone, selbstgebauter Druckvorrichtung und Acryl- bzw. Ölfarbe auf verschiedenen Papieren 30x40cm (3 Drucke, Mai 2016)

Fazit: Drucken macht Spaß, ist aber in der Vorbereitung recht aufwendig.
Acrylfarbe eignet sich meiner Meinung nach überhaupt nicht, da sie trotz Verzögerer viel zu schnell trocknet und am Papier festklebend dessen Oberfläche beschädigt, vor allem beim glatten, dünnen Papier. Beim gekörnten dünnen Papier weniger, beim dicken glatten am wenigsten.
Ölfarbe funktioniert sehr gut und ist auch deutlich entspannter zu verarbeiten.
Druckfarbe hatte ich keine, aber das war ja Teil der selbstauferlegten Beschränkung in Bezug auf Neukauf.
In der Zwischenzeit habe ich beige und schwarze Linoldruckfarbe von einer Malerkollegin geschenkt bekommen (danke Irene!) hatte aber leider noch keine Zeit sie auszuprobieren.

Und wer immer schon wissen wollte, was mir einfällt, wenn ich spontan eine Schablone brauche und mit einem Stanleymesser vor einem unschuldigen Pappkarton sitze – voilà.
🙂

Kopieren von Alten (und neueren) Meistern?

Bei den letzten Maltreffen haben wir unter anderem über die Sinnhaftigkeit des Kopierens von Alten Meistern zu Studienzwecken und über bevorzugte Kunst- und Stilrichtungen diskutiert.

Die Einen sagen ja, das Kopieren von Alten Meistern ist immer noch eine der besten Möglichkeiten, seine Fähigkeiten zu verbessern und das Kopieren vor dem Original im Museum lohnt den Aufwand.

Die Anderen sagen, dadurch vergibt man sich die Chance auf das Entwickeln eines eigenen Stils und kippt unweigerlich in die Maltechnik bzw. den Stil des oder der Kopierten. Zusätzlich wird das Böse in Form von Plagiat und Fälschung ins Spiel gebracht.

Meiner Meinung nach haben beide Meinungen ihre Berechtigung; mein persönlicher Zugang ist der, möglichst viele verschiedene Kunst- und Stilrichtungen, sowohl Architektur, Malerei, Skulptur anzusehen und alles, das einen anspricht, zu interpretieren (ob das jetzt ein Selbstportrait im Stil des Kubismus ist oder das zeichnerische Erforschen eines Gemäldes)  bzw. auch zu kopieren – und dann das Ergebnis deutlich als Kopie zu kennzeichnen, dann können keine Zweifel aufkommen und durch das kopieren oder imitieren aller möglichen Techniken und Stilrichtungen entwickelt man unweigerlich seine Fähigkeiten bzw. Technik.

Das Veröffentlichen von urheberrechtlich geschütztem Content ohne Einverständnis des Urhebers – vor allem wenn er oder sie noch lebt – ist auch bei Nennung der Quelle bzw. des Urhebers heikel, das Nennen des Urhebers ersetzt nicht dessen Zustimmung.

Wie das beim Veröffentlichen von als solche gekennzeichneten Kopien oder Interpretationen von urheberrechtlich geschütztem Content genau aussieht, muß ich noch genauer recherchieren – und werde drüber berichten.

Meine Version von Ol‘ Scarface aus World of Warcraft veröffentliche ich jetzt auch auf die Gefahr hin, sie später wieder entfernen zu müssen und hoffe auf eine kleine Grauzone 🙂
Er paßt vor allem so gut zu meiner heutigen Stimmung vor dem morgigen ersten Arbeitstag inkl. ständiger telefonischer Erreichbarkeit nach 2,5 Wochen (Mal)urlaub im Flugzeugmodus nur mit WLAN…

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Kopie nach einem Motiv aus World of Warcraft (Orc Krieger „Ol‘ Scarface“) 
Öllasuren über Eitemperauntermalung auf Leinwand, 40x50cm (2015)

Wobei ich eigentlich nie Orcs gespielt habe (mein Orc-Krieger ist glaub ich auf Stufe 11 steckengeblieben) sondern einen Nachtelfen-Jäger; nachdem aber viiiiel Zeit draufgeht (und man wirklich leicht „reinkippt“…) spiele ich seit fast 4 Jahren nicht mehr, außerdem habe ich – den Spielcharakter völlig ignorierend – so gut wie immer alleine gespielt und bin manchmal mehr durch die Welten gelaufen um mir die genialen Landschafts- und Stadtentwürfe anzuschauen als meine Quests zu erledigen… wahrscheinlich hatte die Malerei damals schon heimlich Ihre Finger nach mir ausgestreckt 🙂

Über andere Kopien habe ich bereits an anderer Stelle (Hommage an Franz Marc) berichtet.

Was ich absolut ablehne, ist das rundherum leider nach wie vor beliebte abmalen oder digital weiterbearbeiten irgendwelcher im Internet „gefundener“ Motive, um sie dann als eigenständige Werke auszugeben.

Und dann auf Nachfrage zu erklären „das machen eh alle so“ oder „die Kunst frei“ oder „ich hab es ja eh gespiegelt und weiterbearbeitet, das ist jetzt was ganz neues“ oder sogar „aber wenn ich auf rechte Maustaste drücke und es speichere, gehört es mir und ich kann damit machen was ich will, ich verstehe nicht warum ich das Bild nicht als Illustration meiner Webseite verwenden darf, da hat mir so ein böser Anwalt geschrieben…“

Autsch, das tut richtig weh.

Figurenstudie (Exekutive)

gestern war wieder Maltag – um 9:00 beim Brunnen Die Macht zu Lande am Michaelerplatz und am Nachmittag beim Pallas-Athene-Brunnen vor dem Parlament.

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Öl auf grundiertem Papier, ca. 24x33cm (2016)

Statuen sind – abgesehen vom wechselnden Lichteinfall – meiner Meinung nach ideale Modelle, da sie unendlich lange still sitzen bzw. stehen können 🙂

Die erste Studie behalte ich lieber für mich (habe meinen Bildausschnitt zu groß für die vorhandene Zeitspanne gewählt – eine meiner Lieblingsherausforderungen…) bei der zweiten – die Exekutive – sind die fehlenden Füsse u. Gesicht dem am späten Nachmittag einsetzenden Windböen und Regen geschuldet – ein andermal aus einem anderen Blickwinkel!

Wobei – es warten noch soviele andere Brunnen in Wien auf mich 🙂

Architekturstudie (Gardegasse)

Der 12.09.2016 war ein Maltag 🙂

Am Nachmittag vor der abendlichen Portraitsession waren wir in der Nähe der Neustiftgasse malen:
Auf der Suche nach einem schattigen Platz sind wir schließlich in der Gardegasse fündig geworden – leider hat die Zeit bei mir nicht mehr für die Baustelle im Vordergrund gereicht, die ich recht spannend gefunden habe als Kontrast zu den umliegenden Gebäuden, sonst wäre es zu spät für die Portraitsession geworden…

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Öl auf grundiertem Papier, ca. 24x33cm