Clematis und Ausstellungsvorbereitungen

Gestern habe ich alle Bilder für die Ausstellung in Kaumberg, die ich vorige Woche anhand der archivierten Fotos ausgesucht hatte, noch einmal überpüft, wo notwendig gerahmt und verpackt.
Bei solchen Gelegenheiten hinterfrage ich meine Vorliebe für Graphik, die hinter Glas muss, sehr 🙂 Weiterlesen

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Pflanzenstudie in zwei Varianten

Heute zwei Studien von Wiesenpflanzen – etwas ältere Arbeiten aus 2015, die ich für die Ausstellung bei den Steirischen Kulturtagen nächste Woche gerade gerahmt und hier bisher nicht veröffentlicht habe. Weiterlesen

Aronstabgewächse – update 1 inkl. Materialsuche

Nachdem ich mich im Winter und frühen Frühjahr eine Zeitlang mit den mir momentan zur Verfügung stehenden Exemplaren aus der Famile der der Araceae oder auf Deutsch Aronstabgewächse auseinandergesetzt habe, auch mit den verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten, heute ein kleines update:

Bleistift, verdünnte Tusche, Aquarellfarbe jeweils 1:1 und weil die hübschen Biester soooo klein sind (4 bis 7 cm) auch eine Version 2:1 mit Farbstiften mit rein dekorativen Absichten 🙂

Mein Fazit: am exaktesten lassen sich Bleistift und Aquarellfarbe verarbeiten, Farb- und Aquarellstifte sind kaum spitz genug zu kriegen. Wenn es gilt rasch zu arbeiten, empfehlen sich Bleistifte, wenn es farbige Darstellungen werden sollen natürlich die klassische Aquarellfarbe.

Leider hat sich auch meine dünnste Zeichenfeder (HI-700 v. Boesner) für Modelle in dieser Größe als völlig ungeeignet herausgestellt – ich glaube da ist ein bißchen Materialrecherche bei den Briten angesagt (angeblich gibt es Kartographenfedern die nur in GB erhältlich wären, für Quellenangaben wäre ich dankbar!).
Ich werde noch einmal versuchen mit umgedrehter Feder zu zeichnen um feinere Linien zu erhalten aber momentan schaut es für die Tusche schlecht aus.

Alle Zeichnungen sind stark vergrößert bzw. Ausschnitte bis auf die 2:1-Variante auf dem dunklen Papier (21x30cm)

Verschiedene Techniken auf Papier 21x30cm, Dezember 2015-Februar 2016

Typhonium_rhizomatosum_AGA_1326-02-1Amorphophallus_vogelianus_s_n_Bleistift-1-1Amorphophallus_vogelianus_s_n_Tusche-1-1typhonium_trilobatum_04_web-1Amorphophallus_vogelianus_s_n_Farbstift-1-1

Stilleben mit Gläsern

Stilleben mit Gläsern – denn Glas macht Spaß!

Am Anfang habe ich mich bemüht, den Blickwinkel während des ganzen Bildes nicht zu ändern, damit mich die sich dauernd ändernden Spiegelungen nicht nervös machen, aber das ging natürlich nicht…

Gläser-1-1
Aquarell auf Hahnemühle Mixed Media Bamboo, 30x40cm (265g/m2) Jänner 2016

Obersteirische Obstbäume

Als Vorbereitung für die Apfeltage im Botanischen Garten Wien am vergangenen Samstag (Eine Veranstaltung des Botanischen Gartens der Universität Wien und ARCHE NOAH) hatte ich nicht nur jeweils 5 Äpfel von den Bäumen im Garten meiner Mutter gepflückt, sondern auch jeweils einen kleinen Zweig mit Blättern.

Anhand der Äpfel würden lt. Veranstaltungsinfo die Pomologen (ich wußte bis vor kurzem auch nicht was das ist…) die Apfelsorten bestimmen können, was aufgrund des Alters der Obstbäume mir ein Anliegen war bzw. ist.

Das mit den Zweigen war mehr aus Interesse bzw. hatte ich da schon das nächste Projekt vor meinem inneren Auge 🙂

Obstskizzen
Karina Bunt: Obstskizzen (Tusche, Aquarell)

Leider ist es nicht gelungen, die Sorten zweifelsfrei zu bestimmen da es wahrscheinlich unbeschriebene Kreuzungen sind (die kleinen grellroten sind anscheinend eine Maschansker-Unterart, der andere ist leider unbestimmbar und die Birne war natürlich gar kein Thema) und um die bereits sehr alten Bäume zu erhalten bzw. Abkömmlinge zu erhalten, wäre somit nur das Aufpfropfen der Reiser auf neue Unterlagsbäume möglich weil ohne Sorteninfo natürlich kein Baumkauf…

Positiver Nebeneffekt: ich habe erstens geübt (und Tusche u. Zeichenfeder „wiederentdeckt“) und zweitens wieder einiges dazugelernt in Sachen Apfelsorten und auch in Sachen botanische Zeichnung, da vor Ort eine tolle Malerin war mit der ich mich länger unterhalten durfte.

Hände und Aquarellpapiere

Übung mit Aquarellfarben (links) und Aquarellstiften (rechts) – meine linke Hand in zwei Varianten um ein neues Papier auszuprobieren.
Meine beiden bisher abwechselnd verwendeten Blöcke sind beinahe aus und da ich immer wieder mit ungewollten Rändern und Rosen bzw. ungleichmäßigen Farbverläufen zu kämpfen hatte, wollte ich etwas Neues testen.
Schön langsam habe ich einige verschiedene Papiere durchprobiert und bin glaube ich bei zwei gelandet, die mir wirklich liegen: ein sehr günstiges Ingres-Papier von Hahnemühle mit 100g/m2, das sich zum Zeichnen genauso eignet wie für Tusche und Aquarellfarben (wofür es allerdings naß aufgespannt werden sollte damit es sich nicht zu sehr wellt – was mir bei den Steinernen Wächtern aufgefallen ist) und ebendieses Torchon-Papier mit 300g/m2 von Guardi Artistico, das ich hiermit für mich als erfolgreich getestet betrachte. 🙂

Diverse Eigenmarken sind für mich zwar zum Zeichnen, aber nicht für Aquarellfarbe oder Tuschelavierungen ok, außer zur Not unterwegs bzw. mit sehr wenig Wasser (siehe auch mein Beitrag vom 07.04.2015).

Hände_web
Aquarellfarbe auf Torchon-Aquarellpapier 300g/m2, 25x25cm

Aquarellportraits oder ein gemütlicher Sonntagnachmittag

Zwei Übungsportraits als Resultat eines gemütlichen Sonntagnachmittags (das 3. Blatt hat sich leider in spontaner Selbstzerstörung in den Papiermüll geworfen, als ich einen Augenblick abgelenkt war 🙂 )

Portrait_1_15.03.2015Portrait_2_15.03.2015
Aquarellpapier 200g/m², Rückseite, zugeschnitten auf je 21x30cm

Für die erste Übung habe ich mit einem orangefarbenen Aquarellstift vorgezeichnet und dann zwei beinahe-Komplementärfarben, nämlich lichten Ocker und Kobaltcoelin, genommen. Das dabei entstehende schmutzige Grün paßt irgendwie gut zum melancholischen Gesichtsausdruck.

Bei der zweiten Übung habe ich mit rotem Aquarellstift vorgezeichnet und den Rest mit Krapplack gemalt, mit ein ganz klein wenig Kobaltcoelin.

Leider eignet sich dieses „Aquarellpapier“ nicht wirklich zum Aquarellmalen (zugegebenermaßen sehr billig, ein glatter Fehlkauf in meinen Maler-Anfangstagen), daher habe ich herumexperimentiert wozu es sonst noch so zu brauchen wäre und herausgefunden, daß die Rückseite weit besser ist als die eigentliche Vorderseite 🙂