Selbstportrait

Vergangene Woche hatte ich bei einem experimentellen Selbstportrait einen Heidenspaß daran, geschriebene und ungeschriebene Maler-Vorschriften zu brechen, Weiterlesen

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Portraitstudie (Kopf eines Römers)

Als Abwechslung zu all dem Wasser war ich heute mit einer Kollegin im Ephesosmuseum zeichnen.

Der Kopf ist in der Ausstellung bezeichnet mit „Portrait eines Römers, Römisch, spätrepublikanisch“ und hat mich für ca. 4 Stunden beschäftigt. Ein Vorteil dieses Kopfes ist, daß er – im Vergleich zu vielen anderen – noch die originale Nase hat, weshalb ich ihn mir auch ausgesucht habe.

Eine besondere Herausforderung in der Darstellung sind meiner Meinung nach die Bruchflächen, deren unregelmäßige Steinstruktur schwierig zu zeichnen ist.

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Portraitstudie eines Steinkopfes, Bleistift HB und weiße Kreide auf Tonpapier 30x40cm (2017)

Link zur Webseite des Ephesosmuseums mit Öffnungszeiten und weiteren Infos

ACHTUNG, besser vorher schriftlich um Genehmigung für das Zeichnen im Museum anfragen – wird meines Wissens auch nur für Trockentechniken erteilt! (was schade, aber dann doch auch verständlich ist)

Nachtrag Ausstellung „Querschnitt“ in der Wurmbrandgasse

Nochmals danke an alle unsere Gäste und AusstellungsbesucherInnen – es war uns eine Freude mit Euch über unsere Bilder zu sprechen, über Kunst im allgemeinen zu plaudern  und das vergangene Jahr in Worten gemeinsam vorbeiziehen zu lassen!

Und an alle, die aus verschiedenen Gründen leider keine Zeit finden konnten (ja, die Jahreszeit bzw. das Zeitfenster Anfang / Mitte Dezember ist schön, aber nicht für alle ideal) – es gibt vom 29. März bis 02. April 2017 wieder Gelegenheit, Bilder von Irene Dlabaja und mir zu sehen, auch wenn es andere sein werden.

Reserviert den Termin und lasst Euch überraschen – es wird nass…
🙂

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Ausstellungsansicht aus der Ausstellung „Querschnitt“ in der Wurmbrandgasse mit Bildern von Karina Bunt (2016)

Ausstellung Kunst in der Wurmbrandgasse

Am Dienstag hatten wir eine feine Vernissage mit interessierten BesucherInnen, mit denen es nette, spannende, interessante Unterhaltungen gegeben hat.

Die Ausstellung ist noch am Samstag (heute), Sonntag, Montag und Dienstag (10.12. bis 13.12.) jeweils von 17:00 bis 19:00 geöffnet; am Freitag den 16.12. ist von 17:00 bis 19:00 die Finissage (zu der ich leider nicht anwesend sein kann).

Heute und morgen bin ich selbst in der Ausstellung und schon neugierig, wer vorbeikommt und welche Gespräche sich bei Tee und Keksen ergeben werden – immerhin haben sich einige Leute, die bei der Vernissage keine Zeit hatten bzw. verhindert waren, angekündigt 🙂

Für mich ist das eine neue Erfahrung, freue mich schon drauf!

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Portraitstudie (Gregory)

lange Pose vom 12.08.2016 – Gregory.

Diesmal ausschließlich Umbra roh auf mit Gesso und lichtem Ocker grundiertem Papier, den Umriss habe ich noch mit Vandyck-Braun und Titanweiß (= hellgrau) herausgehoben.

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Öl auf grundiertem Papier, ca. 24x33cm

Aktstudien (Milica)

Zwei lange Posen am 21.8. und 23.8. waren auch maltechnisch für mich sehr interessant.

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Öl auf grundiertem Papier, ca. 23x33cm, August 2016

Beim Bild vom 21.8. wollte ich einen Hintergrund mit Siena gebrannt anlegen, der aus mir unverständlichen Gründen sehr eigenartig verschmiert und klebrig geworden ist (und heute am 28.8. immer noch ein wenig klebt). Ob das an der qualitativ angeblich (?) nicht so tollen Goya-Farbe liegt oder daran, daß die Tube 30 Jahre alt ist (ich habe vor einigen Jahren einen kleinen Satz winziger Ölfarbtuben, die damals, als sie neu waren, kaum benutzt und dann nur noch als Jugenderinnerung aufgehoben wurden,  geschenkt bekommen, sozusagen als Einstiegsdroge…) liegt, kann ich nicht beurteilen – vielleicht auch am übermäßigen Einsatz von Balsamterpentinöl, der mir öfter passiert (ich arbeite daran…).

Jedenfalls hat es mein Interesse an der Farbzusammensetzung wieder einmal neu geweckt – nach der Lektüre von Doerner, Wehlte, Hoppe in den letzten Monaten hatte ich mir schon einiges „angelesen“, habe aber beschlossen meinem „Farbunfall“ ein bißchen auf den Grund zu gehen.

Zusätzlich durfte ich am 23.8. von einem Malerkollegen selbst angemischte Ölfarbe ausprobieren (Zirkoniumweiß) das einen recht schönen warmen weißton hat und ausgemischt ganz andere Ergebnisse bringt als das von mir im Normalfall verwendete Titanweiß. Es scheint auch wesentlich schneller zu trocknen und verarbeitet sich recht ungewohnt, das mag aber auch an der Herstellung liegen. Alles in allem sehr spannend!

Portraitstudien (Sasha)

Ein paar Übungen und Abende seit der ersten Portraitmutprobe überspringend hier das Ergebnis zweier langer Sessions vom 16. und 17. August – je ein Abend.

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Öl auf grundiertem Papier, je ca. 23x33cm, August 2016

Für diese Übungen verwende ich gerne stärkeres Zeichenpapier, das ich mit verdünntem Gesso und ein wenig Acrylfarbe beidseitig 2-3mal grundiert habe und das dann – während des Malens aufgespannt auf eine passende Hartfaserplatte – einen brauchbaren und in der Lagerung extrem platzsparenden Malgrund abgibt.

Die Acrylfarbe in der Grundierung bewirkt eine Tönung des Hintergrundes, der mir das Malen erleichtert, woran das liegt kann ich nicht sicher sagen – vielleicht weil der Kontrast zum Motiv selbst geringer ist als bei weiß – vor allem anfangs, bevor ich den Hintergrund mit Ölfarbe anlege.

Das Papier habe ich stapelweise vor dem Altpapier gerettet (gerade vor dem Reinwerfen erwischt, Glück und Timing braucht der Mensch 🙂 ) ein zwar nicht säurefreier, aber für meine derzeitigen Zwecke völlig ausreichender Zeichen- und Malgrund.

Nachdem ich außerdem sehr wenig Platz zum Lagern meiner Arbeiten habe, kommt mir das Papier, das dann – ohne der nur während des Malens und der ersten paar Tage des Trocknens verwendeter Hartfaserplatte – in Summe weniger als einen Millimeter stark ist, sehr entgegen; ich finde es momentan weit praktischer als Malplatten oder gar Keilrahmen, die ich abseits des Platzargumentes sowieso weniger mag da sie für meinen Geschmack beim Malen zu stark federn.

 

Portrait (Beatrice) oder: Mutprobe in Öl

Nachdem ich mich einige Male mit Bleistift bei längeren Posen an Portraits versucht hatte, seit ungefähr einem Jahr (mittlerweile sind es eineinhalb) an der Ölmalerei und außerdem öfter die Gelegenheit hatte, andere beim Malen zu beobachten habe ich mich im April diesen Jahres tatsächlich dazu hinreißen lassen, meine Ölmalsachen einzupacken und bei einer long-pose-session damit aufzukreuzen.

Für alle anderen wahrscheinlich völlig egal, für mich eine Mutprobe der Sonderklasse – ungewohnte Umgebung, um mich anscheinend lauter Profis und dazwischen meine einsamen, schweißtreibenden Kämpfe mit Motiv, Material und (fehlender) Zeit…

In der Zwischenzeit habe ich festgestellt daß Übung tatsächlich hilft 🙂 trotz einzelner schlimmer Rückschläge wird es von Versuch zu Versuch besser und macht mehr Freude!

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Öl auf grundiertem Papier, 24,5x31cm (April 2016)