Pflanzenstudie (Rose Juli)

…eine Rose für Claudia 🙂
Wieder schwarzer Kugelschreiber und Aquarellfarbe auf grauem Zeichenkarton Weiterlesen

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Kompost und Blüten

Dieses Wochenende habe ich mich im Garten meiner Mutter mit dem Abräumen, Umsetzen und neu Aufsetzen von Komposthäufen, dem Abknipsen von verblühten Blüten und dem Schneiden von wuchernden Glyzinien und trockenen Gebüschzweigen beschäftigt – maltechnisch gibt das wenig her, war aber geistig äußerst entspannend 🙂

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Skizzen aus der Steiermark

Während unserer recht erfolgreichen Ausstellung bei den Steirischen Kulturtagen im Juni, während der ich insgesamt 3 Tage in der Steiermark verbracht habe, hatte ich natürlich meine Basisausrüstung für Zeichnen unterwegs mit, hier einige der entstandenen Skizzen. Weiterlesen

Zeichnen im Urlaub – Teil 3

Hier ein paar Strandskizzen aus dem Sommer – um nicht nur faul im Schatten zu liegen und zu lesen (was ich im übrigen sehr schätze) habe ich mir A4-Blätter, Blei- und Aquarellstifte an den Strand mitgenommen und Pflanzen aus dem Unterholz des Kiefernwaldes bzw. vom Felsstrand selbst gezeichnet – eine interessante Übung und außerdem spannend was es dort alles zu entdecken gibt.

Leider waren es mehr Pflanzen als Urlaubstage, oder aber eher viel zu wenige Urlaubstage für all die schönen Pflanzen 🙂

Leider weiß ich die Namen bisher nicht, vielleicht hat jemand einen Tip für mich falls ich mit den Details genau genug war… 😉

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Blei- und Aquarellstifte auf Zeichenpapier ca. 21x30cm

Bäume im Wiener Prater

Gestern war ich seit langem wieder einmal im Freien zeichnen, ausgerüstet mit guter Kleidung und heißem Tee geht das auch im Oktober (ich wollte es ursprünglich nicht glauben) vor allem war gestern der einzige sonnige Tag weit und breit 🙂

Um diese Jahreszeit ist es aber sinnvoll eine Sitzunterlage mitzunehmen, weil auch trockene Parkbänke mitunter nicht so trocken sind wie wie ausschauen – ein einfaches Plastiksackerl hat wunderbar funktioniert.

Der Wiener Prater besteht hauptsächlich aus Grünfläche, aber auch aus den Vergnügungspark, somit sind die Motivmöglichkeiten quasi unbegrenzt.
Nachdem ich bisher immer Schwierigkeiten mit Bäumen und Büschen hatte, habe ich mich diesmal darauf konzentriert, auch mit dem Hintergedanken die Skizze in einem späteren Bild zu „verarbeiten“.

Bäume-Prater-1
Bäume im Wiener Prater, Bleistift auf Skizzenpapier, 29x34cm

Am Heimweg konnte ich dann diese herrliche Gegenlichtstimmung fotografieren:
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Sonnenuntergang über dem Wiener Prater, Foto: Karina Bunt

Obersteirische Obstbäume

Als Vorbereitung für die Apfeltage im Botanischen Garten Wien am vergangenen Samstag (Eine Veranstaltung des Botanischen Gartens der Universität Wien und ARCHE NOAH) hatte ich nicht nur jeweils 5 Äpfel von den Bäumen im Garten meiner Mutter gepflückt, sondern auch jeweils einen kleinen Zweig mit Blättern.

Anhand der Äpfel würden lt. Veranstaltungsinfo die Pomologen (ich wußte bis vor kurzem auch nicht was das ist…) die Apfelsorten bestimmen können, was aufgrund des Alters der Obstbäume mir ein Anliegen war bzw. ist.

Das mit den Zweigen war mehr aus Interesse bzw. hatte ich da schon das nächste Projekt vor meinem inneren Auge 🙂

Obstskizzen
Karina Bunt: Obstskizzen (Tusche, Aquarell)

Leider ist es nicht gelungen, die Sorten zweifelsfrei zu bestimmen da es wahrscheinlich unbeschriebene Kreuzungen sind (die kleinen grellroten sind anscheinend eine Maschansker-Unterart, der andere ist leider unbestimmbar und die Birne war natürlich gar kein Thema) und um die bereits sehr alten Bäume zu erhalten bzw. Abkömmlinge zu erhalten, wäre somit nur das Aufpfropfen der Reiser auf neue Unterlagsbäume möglich weil ohne Sorteninfo natürlich kein Baumkauf…

Positiver Nebeneffekt: ich habe erstens geübt (und Tusche u. Zeichenfeder „wiederentdeckt“) und zweitens wieder einiges dazugelernt in Sachen Apfelsorten und auch in Sachen botanische Zeichnung, da vor Ort eine tolle Malerin war mit der ich mich länger unterhalten durfte.

Zeichnen im Urlaub – Teil 2

Nachdem ich zuletzt meine Basis-Unterwegs-Zeichnen-Ausrüstung vorgestellt habe, hier meine Erweiterung für intensivere Auseinandersetzungen mit verschieden Dingen bzw. Sujets.

Das hat für mich das Zeichnen von unterschiedlichen Motiven in verschiedenen Genauigkeitsgraden am Strand genauso wie an diversen Orten in der Stadt ermöglicht – schwarz/weiß oder farbig, laviert oder nicht, auf verschiedenen Papieren, somit bei relativ geringem Gewicht und Umfang quasi ungezählte Möglichkeiten.

  • Stiftrolle mit Aquarell-, Blei-, Kohlestiften
  • Spitzer für Aquarell- und Fallminenstifte
  • Radiergummi, Radierstift
  • kleine Aquarellpinsel in Blechschachtel (tw. Stiele gekürzt, damit sie hineinpassen)
  • kleiner Wasserbehälter
  • kleine Wasserflasche
  • Klammern zum Papier halten bei Wind
  • selbst hergestellter Block mit verschiedenen Papiersorten

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erweiterte Ausrüstung – verschiedene Stifte, Pinsel, Zubehör (Foto: Karina Bunt)

Auf die Idee mit dem selbst hergestellten Block hat mich eine Kollegin gebracht (danke Irene!) die beim Zeichnen im Freien meistens einige wenige lose Blätter verschiedener Sorten, eine stabile Unterlage und dann ihre Stifte mithat – um Gewicht zu sparen.

Nachdem mich die losen Blätter im Freien, vor allem bei Wind oder Nieselregen, eher zur Verzweiflung bringen (ich brauche meine Ordnung und saubere unzerknitterte Blätter, ja, ich stehe dazu, ein bißchen Monk zu sein… 😉 ) und ich zusätzlich eine Spiralbindemaschine als längerfristige Leihgabe erhalten habe, hat das Vergnügen seinen Lauf genommen!
Die Kunststoffspiralen, die normalerweise für Prospekte oder ähnliches verwendet werden, sind günstig im Papierfachhandel erhältlich und zur Not lassen sich einzelne Blätter auch händisch hinzufügen und entfernen – im Urlaub habe ich täglich in der Früh die Zeichnungen vom Vortag entfernt, um Gewicht zu sparen und als Vorsichtsmaßnahme gegen Wasser u. Schmutz.

Die Lochung selbst stört mich überhaupt nicht, im Gegenteil, sie ermöglicht erstens das spätere Zusammenstellen der Zeichnungen zu Skizzenbüchern (bei den gebundenen Büchern stört es mich ungemein, daß ich nichts hinzufügen kann bzw. völlig verunglückte Seiten oder solche, die ich ausstellen will, herausschneiden muß) und zweitens kann ich mir vorstellen daß das eine andere Form der Präsentation erlaubt.

Verschiedene Papiersorten, von sehr dünnem Skizzenpapier über grau und gelb getöntes, glattes, rauhes, dickes, dünnes… jeweils einige wenige Blätter, habe ich im Handumdrehen zu drei Blöcken, abhängig vom Ausgangsformat der Papier und dem jeweiligen Zweck, gebunden: A4, A3 und 24x32cm – wobei der Unterlagskarton und das Deckblatt jeweils 1cm breiter und höher ist, zum Schutz der Kanten (ja, der Monk in mir!)

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lose Blätter zu praktischen u. gut transportablen Blöcken binden (Fotos: Karina Bunt)

Das hat sich bereits im Urlaub bewährt – ich hatte eine A4-Variante mit, die gemeinsam mit dem A4-Heft in die gleiche Schutzhülle paßt, mit etwas dickeren Papieren als die Schreibhefte.

Mich würde sehr interessieren, ob jemand von Euch eine noch effizientere Möglichkeit gefunden hat, seine unterschiedlichen Papiere zu transportieren oder welche Materialien Ihr unterwegs benutzt – ich freue mich auf Kommentare!

Zeichnen im Urlaub – Teil 1

Nachdem ich in den letzten Urlauben bereits ein Skizzenbuch mithatte und aufgrund von Größe und / oder Gewicht der Utensilien bzw. Skepsis in Bezug auf die Reaktionen meiner Umgebung eher wenig gezeichnet hatte, habe ich mir diesmal ein paar grundlegende Dinge überlegt bzw. ein Selbst-Experiment gestartet:

a) Größe und Gewicht der Materialien muß unbedingt so sein, daß ich es zum Kaffee trinken, an den Strand, am Abend ins Cafe und im Prinzip immer und überallhin mitnehmen kann – ohne daß es nervt und so, daß ich es ich einigermaßen unauffällig benutzen kann.

b) es ist mir egal, wenn irgendwas mißlingt (danke für diesen Gedanken, Martina Wald), weil es mich nicht mehr demotiviert bzw. gar davon abhält, überhaupt zu beginnen – wenn es nicht so wird wie ich mir das vorstelle, dann fange ich halt nochmal von vorne an oder habe zumindest gelernt wie es nicht geht.

c) ich zeichne täglich, auch wenn es mich mal nicht so freut – denn wenn ich mal dabei bin, freut es mich eh wieder (ist bei mir so, hab ich schon probiert – bringt oft wirklich was)

Mit diesen Vorgaben habe ich mir meine Mindest-Materialien überlegt und bin auf folgende Dinge gekommen:
* A4-Schulheft, unliniert
* A4 Karton (von einem alten Block o. Ä., gegen durchdrücken bzw. durchnässen)
* Tusche- oder Gelstift, der sich – zumindest teilweise – mit Wasser anlösen läßt
* einen Pinselstift mit Wassertank
* eine feste Kartonunterlage, Mappe oder Klemmbrett
* eine Kunststoffhülle mit Zipp gegen Staub und Spritzwasser (in der zusätzlich die Stifte sicher aufgehoben sind)
* Stück Küchenrolle / Serviette / Taschentuch für Notfälle

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Basisausrüstung für Zeichnen unterwegs (Fotos: Karina Bunt)

So ausgerüstet, ging es ans „was“:
Beginnend mit dem Frühstücksgeschirr, meine Schuhe, diverse Gegenstände die wir am Strand mithatten über dort vorkommende Pflanzen bis zu den Getränken am Abend bzw. den Menschen an den umliegenden Tischen – auch weil es mich interessiert hat, welche Unterschiede sich bei wiederholtem Zeichnen ähnlicher oder gleicher Gegenstände in den zwei Wochen, die ich mir da vorgenommen hatte, ergeben.

Die Ergebnisse haben mich selbst überrascht: So nebenbei sind in 14 Tagen insgesamt 74 Zeichnungen entstanden, davon einige nicht so überzeugend, viele recht ok und einige, mit denen ich wirklich zufrieden bin – damit hätte ich nicht gerechnet und wenn ich nicht nachgezählt hätte, hätte ich als Anzahl maximal die Hälfte geschätzt.

Quantität ist naturgemäß nicht alles (ist schon klar) aber als Experiment durchaus spannend – weil im Schnitt die Qualität durchs reine „tun“ bzw. die sich ergebende Übung gleichfalls sichtbar steigt, vielleicht auch weil der Respekt vor dem leeren weißen Blatt abnimmt 🙂

Eure Gedanken dazu würden mich interessieren – wie sieht Eure Reiseausrüstung aus? Gibt es verschiedene Ausbaustufen nach Gewicht / verfügbarem Transportmittel?

Ich habe für mich eine zweite Ausbaustufe ausgedacht (für den Strand, wo ich mich tendenziell unbeobachtet gefühlt habe und sowieso einen Rucksack mit Badetuch, Wasser etc. usw. mithatte) aber dazu ein andermal mehr.