Architekturstudie (Rupertusplatz, Dornbach)

Gestern habe ich mich mit einem Malerkollegen über die Freuden und Tücken der Plein-Air-Malerei unterhalten, dazu ist mir gleich dieses Bild aus dem Juli 2016 eingefallen: 35°C, mit dem Wind herumfliegende Staub- und Pflanzenteile und dazu Annenkirtagstrubel, eine herausfordernde Mischung 🙂 Weiterlesen

Portraitstudie (Kopf eines Römers)

Als Abwechslung zu all dem Wasser war ich heute mit einer Kollegin im Ephesosmuseum zeichnen.

Der Kopf ist in der Ausstellung bezeichnet mit „Portrait eines Römers, Römisch, spätrepublikanisch“ und hat mich für ca. 4 Stunden beschäftigt. Ein Vorteil dieses Kopfes ist, daß er – im Vergleich zu vielen anderen – noch die originale Nase hat, weshalb ich ihn mir auch ausgesucht habe.

Eine besondere Herausforderung in der Darstellung sind meiner Meinung nach die Bruchflächen, deren unregelmäßige Steinstruktur schwierig zu zeichnen ist.

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Portraitstudie eines Steinkopfes, Bleistift HB und weiße Kreide auf Tonpapier 30x40cm (2017)

Link zur Webseite des Ephesosmuseums mit Öffnungszeiten und weiteren Infos

ACHTUNG, besser vorher schriftlich um Genehmigung für das Zeichnen im Museum anfragen – wird meines Wissens auch nur für Trockentechniken erteilt! (was schade, aber dann doch auch verständlich ist)

Ausstellung Kunst in der Wurmbrandgasse

Am Dienstag hatten wir eine feine Vernissage mit interessierten BesucherInnen, mit denen es nette, spannende, interessante Unterhaltungen gegeben hat.

Die Ausstellung ist noch am Samstag (heute), Sonntag, Montag und Dienstag (10.12. bis 13.12.) jeweils von 17:00 bis 19:00 geöffnet; am Freitag den 16.12. ist von 17:00 bis 19:00 die Finissage (zu der ich leider nicht anwesend sein kann).

Heute und morgen bin ich selbst in der Ausstellung und schon neugierig, wer vorbeikommt und welche Gespräche sich bei Tee und Keksen ergeben werden – immerhin haben sich einige Leute, die bei der Vernissage keine Zeit hatten bzw. verhindert waren, angekündigt 🙂

Für mich ist das eine neue Erfahrung, freue mich schon drauf!

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Kopieren von Alten (und neueren) Meistern?

Bei den letzten Maltreffen haben wir unter anderem über die Sinnhaftigkeit des Kopierens von Alten Meistern zu Studienzwecken und über bevorzugte Kunst- und Stilrichtungen diskutiert.

Die Einen sagen ja, das Kopieren von Alten Meistern ist immer noch eine der besten Möglichkeiten, seine Fähigkeiten zu verbessern und das Kopieren vor dem Original im Museum lohnt den Aufwand.

Die Anderen sagen, dadurch vergibt man sich die Chance auf das Entwickeln eines eigenen Stils und kippt unweigerlich in die Maltechnik bzw. den Stil des oder der Kopierten. Zusätzlich wird das Böse in Form von Plagiat und Fälschung ins Spiel gebracht.

Meiner Meinung nach haben beide Meinungen ihre Berechtigung; mein persönlicher Zugang ist der, möglichst viele verschiedene Kunst- und Stilrichtungen, sowohl Architektur, Malerei, Skulptur anzusehen und alles, das einen anspricht, zu interpretieren (ob das jetzt ein Selbstportrait im Stil des Kubismus ist oder das zeichnerische Erforschen eines Gemäldes)  bzw. auch zu kopieren – und dann das Ergebnis deutlich als Kopie zu kennzeichnen, dann können keine Zweifel aufkommen und durch das kopieren oder imitieren aller möglichen Techniken und Stilrichtungen entwickelt man unweigerlich seine Fähigkeiten bzw. Technik.

Das Veröffentlichen von urheberrechtlich geschütztem Content ohne Einverständnis des Urhebers – vor allem wenn er oder sie noch lebt – ist auch bei Nennung der Quelle bzw. des Urhebers heikel, das Nennen des Urhebers ersetzt nicht dessen Zustimmung.

Wie das beim Veröffentlichen von als solche gekennzeichneten Kopien oder Interpretationen von urheberrechtlich geschütztem Content genau aussieht, muß ich noch genauer recherchieren – und werde drüber berichten.

Meine Version von Ol‘ Scarface aus World of Warcraft veröffentliche ich jetzt auch auf die Gefahr hin, sie später wieder entfernen zu müssen und hoffe auf eine kleine Grauzone 🙂
Er paßt vor allem so gut zu meiner heutigen Stimmung vor dem morgigen ersten Arbeitstag inkl. ständiger telefonischer Erreichbarkeit nach 2,5 Wochen (Mal)urlaub im Flugzeugmodus nur mit WLAN…

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Kopie nach einem Motiv aus World of Warcraft (Orc Krieger „Ol‘ Scarface“) 
Öllasuren über Eitemperauntermalung auf Leinwand, 40x50cm (2015)

Wobei ich eigentlich nie Orcs gespielt habe (mein Orc-Krieger ist glaub ich auf Stufe 11 steckengeblieben) sondern einen Nachtelfen-Jäger; nachdem aber viiiiel Zeit draufgeht (und man wirklich leicht „reinkippt“…) spiele ich seit fast 4 Jahren nicht mehr, außerdem habe ich – den Spielcharakter völlig ignorierend – so gut wie immer alleine gespielt und bin manchmal mehr durch die Welten gelaufen um mir die genialen Landschafts- und Stadtentwürfe anzuschauen als meine Quests zu erledigen… wahrscheinlich hatte die Malerei damals schon heimlich Ihre Finger nach mir ausgestreckt 🙂

Über andere Kopien habe ich bereits an anderer Stelle (Hommage an Franz Marc) berichtet.

Was ich absolut ablehne, ist das rundherum leider nach wie vor beliebte abmalen oder digital weiterbearbeiten irgendwelcher im Internet „gefundener“ Motive, um sie dann als eigenständige Werke auszugeben.

Und dann auf Nachfrage zu erklären „das machen eh alle so“ oder „die Kunst frei“ oder „ich hab es ja eh gespiegelt und weiterbearbeitet, das ist jetzt was ganz neues“ oder sogar „aber wenn ich auf rechte Maustaste drücke und es speichere, gehört es mir und ich kann damit machen was ich will, ich verstehe nicht warum ich das Bild nicht als Illustration meiner Webseite verwenden darf, da hat mir so ein böser Anwalt geschrieben…“

Autsch, das tut richtig weh.

Figurenstudie (Exekutive)

gestern war wieder Maltag – um 9:00 beim Brunnen Die Macht zu Lande am Michaelerplatz und am Nachmittag beim Pallas-Athene-Brunnen vor dem Parlament.

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Öl auf grundiertem Papier, ca. 24x33cm (2016)

Statuen sind – abgesehen vom wechselnden Lichteinfall – meiner Meinung nach ideale Modelle, da sie unendlich lange still sitzen bzw. stehen können 🙂

Die erste Studie behalte ich lieber für mich (habe meinen Bildausschnitt zu groß für die vorhandene Zeitspanne gewählt – eine meiner Lieblingsherausforderungen…) bei der zweiten – die Exekutive – sind die fehlenden Füsse u. Gesicht dem am späten Nachmittag einsetzenden Windböen und Regen geschuldet – ein andermal aus einem anderen Blickwinkel!

Wobei – es warten noch soviele andere Brunnen in Wien auf mich 🙂

Architekturstudie (Gardegasse)

Der 12.09.2016 war ein Maltag 🙂

Am Nachmittag vor der abendlichen Portraitsession waren wir in der Nähe der Neustiftgasse malen:
Auf der Suche nach einem schattigen Platz sind wir schließlich in der Gardegasse fündig geworden – leider hat die Zeit bei mir nicht mehr für die Baustelle im Vordergrund gereicht, die ich recht spannend gefunden habe als Kontrast zu den umliegenden Gebäuden, sonst wäre es zu spät für die Portraitsession geworden…

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Öl auf grundiertem Papier, ca. 24x33cm

Portraitstudie (Gregory)

lange Pose vom 12.08.2016 – Gregory.

Diesmal ausschließlich Umbra roh auf mit Gesso und lichtem Ocker grundiertem Papier, den Umriss habe ich noch mit Vandyck-Braun und Titanweiß (= hellgrau) herausgehoben.

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Öl auf grundiertem Papier, ca. 24x33cm

Landschaftsstudie (Volksgarten)

Am vergangenen Samstag den 27.8.2016 war ich in sehr netter Gesellschaft zweier MalerkollegInnen im Wiener Volksgarten, um dort das Freiluftmalen zu üben.

Nächstes Mal werden wir uns wahrscheinlich einen etwas weniger touristisch überlaufenen Platz aussuchen, trotz teilweise seltsamer Gesellschaft, unter anderem eines redseligen selbsternannten Philosophen, hatten wir Spaß dabei.

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Gemeinsam malend im Wiener Volksgarten; Öl auf grundiertem Papier, ca. 23x33cm, August 2016

 

 

Portraitstudien (Sasha)

Ein paar Übungen und Abende seit der ersten Portraitmutprobe überspringend hier das Ergebnis zweier langer Sessions vom 16. und 17. August – je ein Abend.

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Öl auf grundiertem Papier, je ca. 23x33cm, August 2016

Für diese Übungen verwende ich gerne stärkeres Zeichenpapier, das ich mit verdünntem Gesso und ein wenig Acrylfarbe beidseitig 2-3mal grundiert habe und das dann – während des Malens aufgespannt auf eine passende Hartfaserplatte – einen brauchbaren und in der Lagerung extrem platzsparenden Malgrund abgibt.

Die Acrylfarbe in der Grundierung bewirkt eine Tönung des Hintergrundes, der mir das Malen erleichtert, woran das liegt kann ich nicht sicher sagen – vielleicht weil der Kontrast zum Motiv selbst geringer ist als bei weiß – vor allem anfangs, bevor ich den Hintergrund mit Ölfarbe anlege.

Das Papier habe ich stapelweise vor dem Altpapier gerettet (gerade vor dem Reinwerfen erwischt, Glück und Timing braucht der Mensch 🙂 ) ein zwar nicht säurefreier, aber für meine derzeitigen Zwecke völlig ausreichender Zeichen- und Malgrund.

Nachdem ich außerdem sehr wenig Platz zum Lagern meiner Arbeiten habe, kommt mir das Papier, das dann – ohne der nur während des Malens und der ersten paar Tage des Trocknens verwendeter Hartfaserplatte – in Summe weniger als einen Millimeter stark ist, sehr entgegen; ich finde es momentan weit praktischer als Malplatten oder gar Keilrahmen, die ich abseits des Platzargumentes sowieso weniger mag da sie für meinen Geschmack beim Malen zu stark federn.