Mein Favoriten – Lenny

Momentan bin ich recht viel am Experimentieren mit verschiedenen Techniken; nicht nur Gouache, sondern auch Aquarell, Farbstifte und – man lese und staune – Acrylfarben.
Habe festgestellt daß man damit doch mehr machen kann als nur Ölmalgründe einzufärben, hätte ich mir nicht gedacht. 🙂

Nachdem das alles zwar recht spannend und lehrreich ist, aber nichts hergibt für meinen Blog, hier zwei Skizzen aus 2017 (ja, habe wieder mal aufgeräumt…) die im weiteren Sinn zu meinem Wien-Favoriten-Projekt dazugehören, immerhin bin ich mit Lenny ja recht viel unterwegs und erkunde die Gegend.

Zeichnen kann ich ihn wahrscheinlich nach wie vor nur schlafend weil er so ein Hampelmann ist und nie stillsitzt 🙂

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Mein Favoriten – Ankerbrotfabrik in schwarz/weiss

Den vergangenen Mittwoch – Tag des Malens – habe ich mit einer schwarz/weiss-Fassung einer meiner Zeichnungen für mein zwischenzeitlich zurückgestelltes Projekt „Mein Favoriten“ über meinen Wiener Wohnbezirk verbracht.

Die vor Ort angefertigte Originalzeichnung (hier der Originalbeitrag, quasi ein Jahr her…) die Thumbnails mit verschiedenen Hell/Dunkel-Werten, die A5-Tonwertstudie und das Endergebnis (Gouache auf Hartfaserplatte 40x50cm) seht Ihr hier:

Meine Aufgabenstellung an mich selbst lautete, nur 5 Tonwerte zu verwenden – 0%, 30%, 60%, 90% und ganz extrem wenig 100% (wer findet die drei winzigen komplett schwarzen Elemente?) und alles so weit wie irgend möglich zu vereinfachen und in Flächen zu verwandeln; auch die Komposition zu verbessern.

Für mich als extrem detailversessene Person eine riesige Herausforderung – und zugleich auch so interessant daß es mich auf neue Ideen gebracht hat 🙂

Entwurf Szene – Tonwertstudie (s/w)

Nächster Schritt – aus dem Thumbnail 4x6cm in weiss, mittelgrau, dunkelgrau (Himmel weiss, Charaktere mittelgrau und Felsen+Grund dunkelgrau) und der konturierten Reinzeichnung ist ein A4-Entwurf in schwarz/weiss bzw. einer Abstufung von Tonwerten geworden.

Die Herausforderung bestand darin, daß alle Tonwerte (von 0% bis 100%) auch tatsächlich vorkommen – meistens sind meine Bilder zu kontrastarm bzw. zu hell und damit relativ langweilig – heute habe ich es für meine Begriffe schon fast übertrieben mit den Dunkelheiten, einmal etwas völlig anderes. Ein paar Feinheiten sind durch den Scan verlorengegangen, aber nichts wirklich wichtiges.

Gemalt mit schwarzer Aquarellfarbe auf heißgepresstem (= glattem) Aquarellpapier. Ich glaube ich werde nie wieder welches mit Prägung mögen… sooo angenehm auf dem glatten Papier zu malen; das hab ich eigentlich bisher nur für die botanischen Illustrationen verwendet, offensichtlich ein Fehler 🙂

Teufel und Schmied im Gespräch; links im Mittelgrund eine dunkle Felswand, rechts in der Ferne Stift Admont

Aquarell auf Papier, 20x30cm (2019)

Entwurf Szene – mit Tuschekonturen

Hier meine Sagen-Gesprächsszene mit Tuschekonturen – Tusche und Feder waren der Plan, nachdem die Tusche auf dem (von einem namhaften Hersteller und ausdrücklich als Federzeichenblock ausgewiesenem!) Zeichenkarton leider ausgefranst ist, was man nur ein bißchen an den Beinen des Schmieds sieht, habe ich zu meinen Copic Multilinern gegriffen und mit diesen fertiggezeichnet.
Hat auch gepaßt, Feder und Tusche ist halt variabler in der Strichdicke als die fix eingestellten Strichbreiten – und mit dem Pinselstift bin ich noch nicht sooo gut befreundet.

Die Bewegungen sind noch nicht flüssig, allerdings schon besser – und mal sehen was noch kommt 🙂

Sagen-Szene Teufel spricht mit Schmied

Tusche und Copic Multiliner auf Karton, 30x42cm (2019)

Die letzten Tage bin ich dabei, digitale Werkzeuge (ausgeborgtes Wacom-Tablet mit Stift und Bildbearbeitungsprogramm) auszutesten – die erste digitale Skizze werde ich Euch definitiv vorenthalten, aber sie ist gezeichnet!

Die Rechnerbedienung mit Stift ist zwar gewöhnungsbedürftig, und neue Software anstrengend – aber gleichzeitig spannend.
Und nachdem ich mich heute den ganzen Tag mit einer neuen Version einer lange nicht benutzten Ausschreibungssoftware ohne Tutorial (siegreich!) herumgeschlagen habe kann ich auch bestätigen daß das wesentlich angenehmer und intuitiver als AVA-Programme für Bauausschreibungen ist…!

Charakterentwurf Teufel – mit Tuschekonturen

Hier mein Teufel mit Tuschekonturen und inklusive Frisur, die ich ihm in der Zeichnung noch vorenthalten habe. Tusche und Feder sind feine Werkzeuge, habe ich viel zu lange nicht benutzt.

Möchte noch ein paar Varianten (mit kleinen und größeren Schatten bzw. dunklen Flächen) probieren; nächster Schritt ist das Zusammensetzen meiner Szene im Moment der Handlung, sprich in Bewegung, und die Reduktion der Details auf die Größe der Gesamtzeichnung – so sehr ich die Details der Nähte und Schuhbänder mag, das wird aller Wahrscheinlichkeit nach zu viel sein. Schau ma mal 🙂

Tusche auf Zeichenkarton, 30x42cm (2019)

Charakterentwurf – Teufel

Hier der Entwurf für den Hauptcharakter meiner Sage „Der Stiftsteufel von Admont“, nämlich selbiger Teufel. Auch er steht noch ein bißchen hölzern in der Gegend herum, das auch das muß nicht so bleiben.

Hier hat die Arbeit viel mehr Freude gemacht als beim Schmied – aber meistens sind ja die Bösewichte interessanter 🙂 und auch hier war es für mich schwierig, die Proportionen und vor allem die Mimik bei den Drehungen einigermaßen beizubehalten.
Bei den weiteren Bearbeitungen bzw. Zeichnungen wird sich zeigen ob das leichter wird – mal sehen.

Bleistift auf Papier, 30x42cm (2019)

Charakterentwurf – Schmied Ergänzung

Hier die Auflösung der Frage zum Beitrag der Vorwoche: Natürlich sind Lederhosenträger am Rücken gekreuzt und nicht gerade; andernfalls würden diese dauernd seitlich herunterrutschen…

Danke für Eure Mails und Anregungen – und nicht vergessen, immer fleißig recherchieren vor dem Zeichnen 🙂

Charakterentwurf – Schmied

Der heutige Beitrag beinhaltet die Entwürfe für einen meiner beiden Charaktere meiner Sage „Der Stiftsteufel von Admont“, und zwar den Schmied. Dieser ist zwar bärenstark, aber nicht sooo gewitzt und das sollte man ihm auch ansehen.

Einen Punkt haben die zwei Zeichnungen, den ich noch abändern werde: geglaubt zu wissen statt gut recherchiert – wer findet den Fehler? Freue mich auf Eure Kommentare 🙂

In der Reinzeichnung wird dieses Detail jedenfalls geändert, werde mir glaube ich auch eine andere Haltung überlegen – nur so in der Gegend herumzustehen ist irgendwie fad.

Habe jedenfalls eine Hauptherausforderung für mich identifiziert – den Kerl in allen Ansichten ihn selbst sein zu lassen statt jedesmal wen anderen draus zu machen 🙂

Methodenspielerei

Heute zur Abwechslung eine Methodenspielerei – mit einer neuen Methode mich zu organisieren (Bullet Journal nach Ryder Carroll) und einer neuen Methode Ideen zu visualisieren (Collage).
Nachdem ich in zwei verschiedenen Medien von der Mode-Methode Bullet Journal gelesen hatte (Die Presse vom 02.09.2018, aus der ich den Zeitungsartikel ausgeschnitten habe und in einer Kolumne Die Zeit, Serie „Das machen jetzt alle“, vom 17.10.2018) war mein Interesse geweckt – nicht nur der Unterton von Francesco Giammarco in der Zeit-Kolumne, in der jeder dieser Serienartikel mit „Nicht jeder Trend ist bescheuert“ beginnt, sondern auch die Methode selbst: einfach, übersichtlich, auf das für einen selbst wichtige fokussiert und vor allem analog – für mich, die ich zeitweise in Notizzetteln und todo-Listen ertrinke und nicht alles im Kalender etc. digital unterbringe, sehr wichtig.
Ich habe immer noch 5 weitere elektronische todo-Listen in Excel- und One-Note-Dateien und eine geteilte elektronische Einkaufsliste für Lebensmittel (die das Leben tatsächlich vereinfacht, auch wenn ich mich länger gegen die Idee gesträubt hatte – danke Tom!), alle bis auf die letztere werden aber wahrscheinlich künftig kürzer werden.

Nachdem ich das System seit Anfang Februar anwende und sehe, daß ich ruhiger, konzentrierter und auf das Wichtige zentrierter arbeite, mehr zeichne und (meistens) auch besser schlafe war es Zeit, den Zeitungsartikel wegzuwerfen – und nachdem ich das irgendwie nicht wollte (wahrscheinlich macht er mich glücklich, um einen weiteren nicht bescheuerten Trend zu zitieren 🙂 ), etwas anderes damit anzustellen… mit Papier, Copic Multilliner, weißer Acrylfarbe und Kleber schnell erledigt – hat Spaß gemacht, zur Abwechslung etwas völlig ziel- und abwichtsloses zu tun 🙂

Nächste Woche mehr aus meinem Illustrationsprojekt.

Mixed Media, 20x30cm (2019)

 

Skizzen – Storyboarding

Heute ein Ausschnitt aus einem Storyboard zu dem Text, den ich für meine Illustrationen gewählt habe – eine steirische Sage namens „Der Stiftsteufel von Admont“ der Ausschnitt unten ist kurz vor der entscheidenden Szene, in der sich der Schmied und der Teufel handelseins werden.

Das Thema Storyboarding interessiert mich eh schon seit längerem (habe mich bereits 2016 in der Zeichenfabrik damit beschäftigt) und nachdem ich heuer eventuell ein Musikvideo zeichnen werde umso mehr – weiteres folgt demnächst 🙂

Bin auch noch nicht sicher, wie und vor allem wann ich mein im vergangenen Jahr ein wenig eingeschlafenes Projekt „Mein Favoriten“ wieder wachküssen kann – habe in der Zwischenzeit so viele neue Ideen die ich gerne umsetzen möchte. Mal sehen!

Bleistift auf Papier, 20x25cm (2019)